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Sophie Albrecht: An die Freiheit (Gedicht)

 

An die Freiheit

Goldne Freiheit, kehre wieder
In mein wundes Herz zurück,
Weck’ mir neue, heit’re Lieder
Und entwölke Geist und Blick.

Komm und trockne meine Thränen
Mit der rosig-zarten Hand,
Stille meines Busens Sehnen,
Löse, was die Liebe band.

Liebe schafft Olympos-Freuden,
Und wer ehrte sie wie ich? –
Tiefer doch sind ihre Leiden,
Und allein sie trafen mich.

Ach! mit Jahren voller Qualen,
Mit des halben Lebens Glück
Mußt’ ich ihre Wonne zahlen,
Flüchtig, wie ein Augenblick.

Ohne Freuden stieg der Morgen
Für mich arme Schwärmerin,
Und der Liebe bleiche Sorgen
Welkten meinen Frühling hin.

Wonne hat sie mir versprochen,
Treue war mein Gegenschwur,
Unsern Bund hat sie gebrochen,
Schmerz und Tränen gab sie nur. –

Nimm für deine Palmenkrone
Was die Liebe mir verspricht,
Hier in dieser Männer-Zone
Grünt für mich die Myrte nicht.

Goldne Freiheit, kehre wieder,
Stimme meiner Harfe Ton;
Jubelt lauter, meine Lieder,
Ihr Umarmen fühl’ ich schon!

Sophie Albrecht
(1757-1840)
Gedicht
An die Freiheit

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Sophie Albrecht: Im Junius 1783 (Gedicht)

 

Im Junius 1783

Vergebens steigt der Tag in lichten Farben
Vergebens hüllt in Schimmer sich die Nacht
Mein Herz bleibt kalt, seitdem die Wünsche starben
Die schön dich mir, du Tag und Nacht! gemacht
Obs Winter ist, ob Veilchen um mich blühen
Ob Rabe krächzt, ob Lerche um mich schwirrt
Obs Mondennacht, ob Donnerwolken ziehen
Ist der gleichviel, die ohne Wünsche irrt.

Sophie Albrecht
(1757-1840)
Gedicht
Im Junius 1783

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Sophie Albrecht: Sehnsucht (Gedicht)

Sehnsucht

Entfernter Freund!
Um den auf immer
Im stillen Zimmer
Mein Auge weint;
Dann, wenn die Sterne
Am Himmel blinken,
Und Liebe winken,
Denk ich der Ferne
In der du, ach!
Jetzt um mich leidest,
Und Freuden meidest,
Mit Thränen nach.
Und wenn mein Freund
Im Stralenkleide,
Zu meinem Leide
Mitleidig scheint;

Da werf ich mich,
Mit stummen Sehnen
Und tausend Thränen –
O! sähst du mich!
An jene Flüsse
Zur Erde nieder,
Die unsre Lieder
Und unsere Küsse
Beym Sternenschein
So oft belauschten,
und sanfter rauschten
Durch diesen Hayn –
Ach! keine Lieder
Und keine Küsse,
Ihr – Hayn – und Flüsse!
Belauscht ihr wieder –
Und denk an dich,
An jene Zeiten,
So voller Freuden
Für mich und dich;

Dann ruf ich dich
Durch alle Wälder,
Durch Thal und Felder
Als hört’st du mich.
Und wüst und schaurig
Ist Hayn – und Trifte,
Wie Todtengrüfte,
So bang und traurig.
O! Mond und Sterne,
Blickt tausend Küsse
Und tausend Grüsse
Dem in der Ferne,
Ihr könnt’ ihn finden!
So ruf und weine
Ich oft alleine
In öden Gründen.
So lächelt dir
Der Mond oft Küsse
So traurig süsse
Mein Freund von mir.

Sophie Albrecht
(1757-1840)
Gedicht
Im Junius 1783

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Armistice of 11 November 1918/2018 – Wilfred Owen: Dulce et Decorum Est (Poem)

      

Dulce et Decorum Est

Bent double, like old beggars under sacks,
Knock-kneed, coughing like hags, we cursed through sludge,
Till on the haunting flares we turned our backs,
And towards our distant rest began to trudge.
Men marched asleep. Many had lost their boots,
But limped on, blood-shod. All went lame; all blind;
Drunk with fatigue; deaf even to the hoots
Of gas-shells dropping softly behind.

Gas! GAS! Quick, boys!—An ecstasy of fumbling
Fitting the clumsy helmets just in time,
But someone still was yelling out and stumbling
And flound’ring like a man in fire or lime.—
Dim through the misty panes and thick green light,
As under a green sea, I saw him drowning.

In all my dreams before my helpless sight,
He plunges at me, guttering, choking, drowning.

If in some smothering dreams, you too could pace
Behind the wagon that we flung him in,
And watch the white eyes writhing in his face,
His hanging face, like a devil’s sick of sin;
If you could hear, at every jolt, the blood
Come gargling from the froth-corrupted lungs,
Obscene as cancer, bitter as the cud
Of vile, incurable sores on innocent tongues,—
My friend, you would not tell with such high zest
To children ardent for some desperate glory,
The old Lie: Dulce et decorum est
Pro patria mori.

Wilfred Owen
(1893 – 1918)
Dulce et Decorum Est (Poem)
# Armistice of 11 November 1918 – 2018

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Ellebogen van Fatma Aydemir. Een roman als een mokerslag

Een jonge Turks-Duitse duwt een Duitser voor de metro. Hij sterft, zij voelt geen berouw. Warm en vurig vertelt Fatma Aydemir over diegenen die tussen culturen en landen leven en hun plaats op de wereld zoeken.

Ze is zeventien. Ze is in Berlijn geboren. Ze heet Hazal Akgündüz. Er werd haar beloofd dat ze alles kon worden wat ze maar wou. Maar steeds opnieuw moet ze opboksen tegen vooroordelen en discriminatie.

Tot ze op een nacht te veel gedronken heeft en een Duitse student die haar uitdaagt, voor de metro duwt. Als de politie haar achterna zit vlucht Hazal naar Istanbul, waar ze nooit eerder is geweest. Ze ziet op krantenfoto’s de grijns op haar gezicht terwijl ze de jongen aanvalt maar voelt geen berouw.

Ellebogen is een urgent, gewaagd en onverzoenlijk verhaal over de woede van een migrantendochter in een Europa waar ze zich nooit helemaal thuis voelde.

Fatma Aydemir (1986) is de dochter van Turkse gastarbeiders. Ze heeft Duits en Amerikanistiek gestudeerd en werkt als redacteur voor de krant Taz. Haar controversiële debuutroman Ellebogen werd meteen een fenomeen in Duitsland. Op 11 maart 2017 kopte de Volkskrant al: ‘Over dit debuut schrijven alle Duitse kwaliteitskranten’. Aydemir neemt met regelmaat deel aan het publieke debat over integratie in Duitsland.

“‘Ellebogen is een stomp in de maag. Of beter gezegd, twee. Eén voor de misogyne Turkse gemeenschap. En één voor de huichelarij van onze o zo liberale samenleving.’”Süddeutsche Zeitung

Titel: Ellebogen
Auteur: Fatma Aydemir
Vertaler(s): Marcel Misset
240 pagina’s
€ 19,99
Uitgever: Signatuur
2017
ISBN: 978-90-5672-590-7
NUR: 302

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Bettina Röhl: „Die RAF hat euch lieb“. Die Bundesrepublik im Rausch von 68 – Eine Familie im Zentrum der Bewegung

Bettina Röhl über ihre letzten gemeinsamen Jahre mit ihrer Mutter Ulrike Meinhof

Brauchte die Bundesrepublik die Revolte von 68? Ist 68 gar das Jahr einer „Neugründung“ der heutigen Bundesrepublik? Die APO-Bewegung – und ihre „Speerspitze“, die RAF – ist das wohl meist beschriebene Thema der neueren politischen Geschichte des Landes. Mit bisher unbekannten Fakten und den Stimmen neuer Zeitzeugen unterlegt, liefert Bettina Röhl, die als Kind die Gründung der RAF hautnah miterlebte, eine spannende Analyse und erzählt die scheinbar bekannte Geschichte neu. Bei ihren Recherchen fand Bettina Röhl zahlreiche bisher unveröffentlichte Briefe, Dokumente und Fotos, die den Leser die damalige Zeit hautnah miterleben und nachvollziehen lassen.

Bettina Röhl wurde 1962 in Hamburg geboren, wo sie 1982 Abitur machte. 1986 begann sie neben ihrem Studium der Geschichte und Germanistik ihr Volontariat bei der Zeitschrift TEMPO. Sie arbeitete für Spiegel TV, Welt online, Cicero, Wirtschaftswoche und viele andere Medien und veröffentlichte zahlreiche Buchbeiträge. 2001 wurde sie mit ihren Veröffentlichungen zu Joschka Fischers Gewaltvergangenheit in stern und BILD bekannt. Nach „So macht Kommunismus Spaß“ ist „Die RAF hat euch lieb“ ihr zweites historisch-biographisches Buch über die linke Geschichte der Bundesrepublik.

Bettina Röhl
„Die RAF hat euch lieb“
Die Bundesrepublik im Rausch von 68
Eine Familie im Zentrum der Bewegung
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
640 Seiten,
13,5 x 21,5 cm mit 16 S. Bildteil
ISBN: 978-3-453-20150-7
€ 24,00
Verlag: Heyne Verlag
Erschienen: 10.04.2018
Sprache: Deutsch

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Johannes Theodor Baargeld: Typische Vertikalklitterung als Darstellung des Dada Baargeld

Johannes Theodor Baargeld (1892-1927)
Typische Vertikalklitterung als Darstellung des Dada Baargeld (Typical Vertical Mess as Depiction of the Dada Baargeld – Typique amalgame vertical en tant que représentation du Dada Baargeld)), 1920, collage

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Karl Marx 1818 – 2018

The 5th of May 2018 marks the bicentennial of the birth of Karl Marx, the eminent 19th-century thinker. This is the first time that a historic-cultural exhibition is dedicated to his life, his important works and multifaceted activities in the context of his time. Sponsored by the Federal State of Rhineland-Palatinate and the City of Trier, the state exhibition KARL MARX 1818-1883. LIFE. WORK. TIME. will be on display in the Rheinisches Landesmuseum Trier and in the City Museum Simeonstift Trier from 5 May to 21 October 2018.

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Roswitha Mair: Käthe Kollwitz. Ein Leben gegen jede Konvention

Sie gilt als Künstlerin des sozialen Elends und der schmerzlichen Tragik des Krieges – Käthe Kollwitz.

Fröhlich, unkonventionell, sinnlich, neugierig – all das ist sie Zeit ihres Lebens. Immer wieder bricht Kollwitz mit gängigen Konventionen. So reist die Mutter von zwei Kindern etwa 1904 alleine nach Paris – eigentlich undenkbar zu dieser Zeit -, um die Kunst des plastischen Gestaltens zu lernen. Dort trifft sie u.a. auf Rodin.

Als zu Beginn des Ersten Weltkrieges ihr Sohn ums Leben kommt, beherrscht dieses Trauma über viele Jahre ihr Leben wie auch ihre Kunst.1919 wird sie als erste Frau Professorin an der Preußischen Akademie der Künste, bis nach Hitlers Machtergreifung ein dunkler Schatten über das Land zieht und sich auch auf ihr Leben legt.

Eine tiefgründige Romanbiografie, die das außergewöhnliche Leben dieser beeindruckenden Künstlerin facettenreich einfängt.

Roswitha Mair, Dr. phil., ist Kunsthistorikerin und lebt in Innsbruck. Zahlreiche Veröffentlichungen und Beiträge zur Kunst des 20. Jahrhunderts sowie Organisation und Konzeption von Kunstausstellungen.

Roswitha Mair :
Käthe Kollwitz.
Ein Leben gegen jede Konvention.
Romanbiografie
‘Herder Spektrum Taschenbücher’
Herder Verlag GmbH
Juni 2017
231 Seiten
Kartoniert – Broschiert
Sprache: Deutsch
€16,00
EAN: 9783451069734
ISBN: 3451069733

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Ick kieke, staune, wundre mir: Berlinerische Gedichte von 1830 bis heute

Schon immer war Berlin von Zuwanderung geprägt. Die zur Metropole wachsende Stadt hat sich aller Sprachen bedient und ihre Mundart ausgeprägt: die »Berliner Schnauze«.

Von der Straße, aus den Dienstmädchenkammern und Hinterhöfen fand das Berlinerische seinen Weg auf die Bühnen der Schmalzstullentheater und bald auch in die Schreibstuben der Dichter.

Was mit Adolf Glaßbrenners Eckensteher anfing, wurde von Theodor Fontane, Erich Mühsam und Max Herrmann-Neiße aufgegriffen. Kurt Tucholsky entpuppte sich als Meister des mundsprachlichen Gelegenheitsgedichtes und Erich Weinert berlinerte noch aus dem Exil gegen die Nationalsozialisten an. Eine Mundart wurde hoffähig und manchmal auch frech und obszön.

Diese erste dokumentarische Anthologie, die sich der berlinerischen volksnahen Sprache widmet, umfasst über 250 Gedichte – von 1830 bis heute. Entstanden ist eine Berliner Kulturgeschichte »von unten«, die fast wie nebenbei auch die deutsche Geschichte der letzten zweihundert Jahre nachzeichnet – vom preußischen Selbstbewusstsein über den kaiserstädtischen Größenwahn, den Klassenkampf der Goldenen Zwanziger, den Jahren im Krieg, in denen vielen Autoren allein die Mundart als Stück Heimat blieb, bis hin zur Rückbesinnung in den Jahren deutsch-deutscher Teilung und deren Überwindung.

Ick kieke, staune, wundre mir
Berlinerische Gedichte von 1830 bis heute
Gesammelt und ediert von Thilo Bock, Wilfried Ihrig & Ulrich Janetzki, mit einem Vorwort von Hans Christoph Buch
Die Andere Bibliothek, Berlin
Erschienen: 05.2017
Seitenanzahl: 472
Extradrucke
Bandnummer: 387
Extradruck, gebunden,
farbiges Vorsatzpapier,
mit Lesebändchen,
Gestaltung: Susanne Bax, Berlin.
ISBN: 9783847720188
24,00 EUR

# Website Die Andere Bibliothek

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Stefan Zweig: Erasmus von Rotterdam & Montaigne. Zwei biographische Essays

Die »Sternstunden der Menschheit« sind das berühmteste Beispiel von Stefan Zweigs historischer Essaykunst. Erasmus von Rotterdam und Michel de Montaigne waren ihm wesentliche Bezugsgrößen des eigenen Schreibens.

»Erasmus von Rotterdam, einstmals der größte und leuchtendste Ruhm seines Jahrhunderts, ist heute, leugnen wir es nicht, kaum mehr als ein Name.« Der Humanist und Wegbereiter der Reformation ist für Stefan Zweig der »erste bewusste Europäer«, in dem er einen frühen Geistesverwandten erkannte. Michel de Monhttps://www.die-andere-bibliothek.de/taigne widmete Stefan Zweig seinen letzten, unvollendet gebliebenen biographischen Essay. »Am hilfreichsten wird sein freies und unbeirrbares Denken einer Generation, die, wie etwa die unsere, vom Schicksal in einen kataraktischen Aufruhr der Welt geworfen wurde.«

Beide Essays – Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam (1934) und Montaigne (1942) – behandeln die großen Fragen nach der Möglichkeit von Freiheit und Gerechtigkeit und werden deshalb in einem Band zusammengefasst. Die Werke von Michel de Montaigne – die Essais und das Tagebuch der Reise nach Italien – hat die Andere Bibliothek in den gerühmten Neuübersetzungen von Hans Stilett veröffentlicht. Montaigne zählt zu den Ikonen unserer Bibliothek – wie selbstverständlich gehört auch Stefan Zweigs Blick auf ihn in unser Repertoire.

Stefan Zweig
Erasmus von Rotterdam & Montaigne
Zwei biographische Essays
Die Andere Bibliothek, Berlin
Großes Buch im kleinen Format
Erscheint: 09.2017
Seitenanzahl: 288
Extradrucke
Umschlaggestaltung: Angelika Richter, Heidesheim.
Besonders feines bedrucktes Leinen.
Farbenprächtiges Vor- und Nachsatzpapier,
Lesebändchen
ISBN: 9783847740339
16,00 EUR

# Website Die Andere Bibliothek

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Johannes Theodor Baargeld: Venus beim Spiel der Könige

Johannes Theodor Baargeld (1892-1927)
Venus beim Spiel der Könige, 1920, photomontage

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