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At fourteen
It is extraordinary
That she made fourteen
And will make fourteen
And does fourteen sixteen
Gradually
It is extraordinary.
Gertrude Stein
(1874 – 1946)
At fourteen
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Was ist ein Original?
Was ist ein Original?
Ein Ei ohne Schal’. –
Zum Fressen für die Helläugigen …
Wie lebt ein Original?
In Angst und Qual. –
Schließlich, schließlich wird’s nur
Gefressen von den Helläugigen …
Wer sieht dann das Original?
Was weiß ich?
Fürchterlich – fürchterlich –
Ein Ei ohne Schal’.
Ich weiß – ich weiß:
Nur eine Rettung gibt’s –
Kocht hart, kocht hart
Das Ei ohne Schal’!
Laß dich vom rauhen Leben
Hart kneten, du Original!
Dann liegst du den Helläugigen
Recht schwer im Magen –
Sie können dich dann nicht vertragen.
Paul Scheerbarth
(1863–1915)
Was ist ein Original?
(Die Mopsiade)
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Indianerlied
Murx den Europäer!
Murx ihn!
Murx ihn! Murx ihn!
Murx ihn ab!
Paul Scheerbarth
(1863–1915)
Indianerlied
(Katerpoesie)
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Francis Rose
Shut up
And stay shut
Where they drink all the better
For families of yet get her
With them in ravishes
Between them with dishes
And they came then with her
In precious labor with love
He may yet get wealth in getting tender
Which they make stronger
With us
Thank you.
How many cakes make jell for jelly
And how many loves make bless
A little flower of rather think better embellishment.
Just why join mass
A mass is a towing to a lock.
At towed they devise
How to a challenge.
Challenge has nothing to do with him.
How are heads held Howard.
She cooked and seized.
Cooked and seized
She cooked and seized.
Forbearance
Cooked and seized.
Bridle is paths.
Just as about a path
Just as a path
Just as a path.
It makes no difference whether four
Ate one.
Sum to sum.
Our adding is more hours.
Ate one
Just as well ate one
Just as well eight one
Just as well eight
One just as well
Eight one.
How much are they like me
Like.
After walked.
Before walked
He made her talk
To have her
Walk
After walked
And leave a walk
Leave walk
Or leave her leave walked.
It is an error
Oh.
Join me
With observation
She may be
Our hour glass
Which we sought
And have not bought
For our hour be
Be an hour for me.
Such is sought
And here bought
For our be
Her be
Err be
Come Francis Rose
Or be
Forty leave fifteen
Thrilled be
Or sought by
It for him
Or for
Her
For him to be
When they may
They may
Shall shelter
They make
Shelter
As they may be
For and to be
Nobody knows how old showers are.
Or how should hours should be.
In inlay should be
That with mean
With be
With held will then
In to be.
What is a square.
Gertrude Stein
(1874 – 1946)
Francis Rose
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Der Spruch
In einem alten Buche stieß ich auf ein Wort,
Das traf mich wie ein Schlag und brennt durch meine Tage fort:
Und wenn ich mich an trübe Lust vergebe,
Schein, Lug und Spiel zu mir anstatt des Wesens hebe,
Wenn ich gefällig mich mit raschem Sinn belüge,
Als wäre Dunkles klar, als wenn nicht Leben tausend wild verschlossne Tore trüge,
Und Worte wiederspreche, deren Weite nie ich ausgefühlt,
Und Dinge fasse, deren Sein mich niemals aufgewühlt,
Wenn mich willkommner Traum mit Sammethänden streicht,
Und Tag und Wirklichkeit von mir entweicht,
Der Welt entfremdet, fremd dem tiefsten Ich,
Dann steht das Wort mir auf: Mensch, werde wesentlich!
Ernst Stadler
(1883 – 1914
Der Spruch
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Nacht=Klage
über den überverhofften betroffenen Abscheid ihrer lieben Freunde
Das große Liecht der Welt entzeücht sich nun der Erden
und eylet fort ins Meer / mit seinen müden Pferden;
man hängt die Fenster zu / weil Morpheus komt heran
eß sehnt sich nach dem Schlaff / was Odem blasen kan;
Man sieht der Sternen Heer mit ihrem Golde prangen;
Auch Luna zeiget uns das Silber ihrer Wangen
die Schaffe gehn zu Stall / der Schäffer geht zur Ruh;
eß regt sich niemand mehr / die Blumen tuhn sich zu;
Die Welt ist schon zu Bett / umringt mit vielen Träumen
Ich aber nur allein / ich geh hier bey den Bäumen
da weit und breit herum / der Tau / das Kind der Nacht
sampt meiner Zehren=qvell die Gräser feüchter macht.
Hier lass ich mein Gedicht / mein Traurgedicht erklingen
und hebe niedrig an / auff Deutsch also zu singen.
Mars / O Mars / bistu der Mann
denn das ganze diser Erden
Jezt muß pflicht= und dienstbar werden
der uns Seuffzen lehren kan?
Ich gedacht / Ich wolt alhier
bey den liebsten Freunden bleiben
und mit ihn′n die Zeit vertreiben
wer gedachte da an dihr?
In dem triffstu unsre Stadt
daß der werten Freunde hauffen
mehrstes teils davon gelauffen
O der zweymahl grimmen Taht!
Ich weiß nicht / wie mir geschehn
Ey / wo sind doch meine Lieben?
Wo ist der und der geblieben?
Läst sich hier denn niemand sehn?
Auff den Gassen ist Geschrey:
Cloris sizt schon auff dem Wagen
Galathee lest mir sagen
daß sie schon von hinnen sey.
Hie läufft der / und hohlt den Paß
Jener geht das Schiff zu frachten
Seumsahl wil man ganz verachten
hie hilfft keiner Augen naß.
Ich bin nicht mehr / die ich bin
wündsch Euch andern Glük zum Reisen
wolt euch selbst den Weg zwar weisen
doch man lest mich nicht dahin.
O diß hat der Krieg gemacht!
Phebus steiget auff und nieder
Galathe kombt schwerlich wieder
gibt sie einmahl guhte Nacht.
Gerne schryb ich weiter fort
doch die Faust wil mir erkalten
und kan kaum die Feder halten
guhte Nacht du liebster Ort.
Sibylla Schwarz
(1621-1638)
Nacht=Klage
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De Profundis
Es ist ein Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.
Es ist ein brauner Baum, der einsam dasteht.
Es ist ein Zischelwind, der leere Hütten umkreist —
Wie traurig dieser Abend.
Am Weiler vorbei
Sammelt die sanfte Waise noch spärliche Ähren ein.
Ihre Augen weiden rund und goldig in der Dämmerung
Und ihr Schoß harrt des himmlischen Bräutigams.
Bei der Heimkehr
Fanden die Hirten den süßen Leib
Verwest im Dornenbusch.
Ein Schatten bin ich ferne finsteren Dörfern.
Gottes Schweigen
Trank ich aus dem Brunnen des Hains.
Auf meine Stirne tritt kaltes Metall.
Spinnen suchen mein Herz.
Es ist ein Licht, das in meinem Mund erlöscht.
Nachts fand ich mich auf einer Heide,
Starrend von Unrat und Staub der Sterne.
Im Haselgebüsch
Klangen wieder kristallne Engel.
Georg Trakl
(1887 – 1914)
De Profundis
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In der Frühe
Die Silhouette deines Leibs steht in der Frühe dunkel vor dem trüben Licht
Der zugehangnen Jalousien. Ich fühl, im Bette liegend, hostiengleich mir
zugewendet dein Gesicht.
Da du aus meinen Armen dich gelöst, hat dein geflüstert
»Ich muß fort« nur an die fernsten Tore meines Traums gereicht –
Nun seh ich, wie durch Schleier, deine Hand, wie sie mit leichtem Griff
das weiße Hemd die Brüste niederstreicht . .
Die Strümpfe . . nun den Rock . . das Haar gerafft . . schon bist du fremd,
für Tag und Welt geschmückt . .
Ich öffne leis die Türe . . küsse dich . . du nickst, schon fern, ein Lebewohl . .
und bist entrückt.
Ich höre, schon im Bette wieder, wie dein sachter Schritt im Treppenhaus
verklingt,
Bin wieder im Geruche deines Körpers eingesperrt, der aus den Kissen
strömend warm in meine Sinne dringt.
Morgen wird heller. Vorhang bläht sich. Junger Wind und erste Sonne will herein.
Lärmen quillt auf . . Musik der Frühe . . sanft in Morgenträume eingesungen
schlaf ich ein.
Ernst Stadler
(1883 – 1914)
In der Frühe
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Stanzas
Oh, come to me in dreams, my love!
I will not ask a dearer bliss;
Come with the starry beams, my love,
And press mine eyelids with thy kiss.
’Twas thus, as ancient fables tell,
Love visited a Grecian maid,
Till she disturbed the sacred spell,
And woke to find her hopes betrayed.
But gentle sleep shall veil my sight,
And Psyche’s lamp shall darkling be,
When, in the visions of the night,
Thou dost renew thy vows to me.
Then come to me in dreams, my love,
I will not ask a dearer bliss;
Come with the starry beams, my love,
And press mine eyelids with thy kiss.
Mary Wollstonecraft Shelley
(1797—1851)
Stanzas
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Zu Abend mein Herz
Am Abend hört man den Schrei der Fledermäuse,
Zwei Rappen springen auf der Wiese,
Der rote Ahorn rauscht.
Dem Wanderer erscheint die kleine Schenke am Weg.
Herrlich schmecken junger Wein und Nüsse,
Herrlich: betrunken zu taumeln in dämmernden Wald.
Durch schwarzes Geäst tönen schmerzliche Glocken,
Auf das Gesicht tropft Tau.
Georg Trakl
(1887 – 1914)
Zu Abend mein Herz
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Form ist Wollust
Form und Riegel mußten erst zerspringen,
Welt durch aufgeschloßne Röhren dringen:
Form ist Wollust, Friede, himmlisches Genügen,
Doch mich reißt es, Ackerschollen umzupflügen.
Form will mich verschnüren und verengen,
Doch ich will mein Sein in alle Weiten drängen –
Form ist klare Härte ohn Erbarmen,
Doch mich treibt es zu den Dumpfen, zu den Armen,
Und in grenzenlosem Michverschenken
Will mich Leben mit Erfüllung tränken.
Ernst Stadler
(1883 – 1914)
Form ist Wollust
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Christmas Carol
The kings they came from out the south,
All dressed in ermine fine;
They bore Him gold and chrysoprase,
And gifts of precious wine.
The shepherds came from out the north,
Their coats were brown and old;
They brought Him little new-born lambs—
They had not any gold.
The wise men came from out the east,
And they were wrapped in white;
The star that led them all the way
Did glorify the night.
The angels came from heaven high,
And they were clad with wings;
And lo, they brought a joyful song
The host of heaven sings.
The kings they knocked upon the door,
The wise men entered in,
The shepherds followed after them
To hear the song begin.
The angels sang through all the night
Until the rising sun,
But little Jesus fell asleep
Before the song was done.
Sara Teasdale
(1884-1933)
Christmas Carol
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