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The Ideal Woman

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The Gambler Wife by Andrew D. Kaufman

A revelatory new portrait of the courageous woman who saved Dostoyevsky’s life—and became a pioneer in Russian literary history

In the fall of 1866, a twenty-year-old stenographer named Anna Snitkina applied for a position with a writer she idolized: Fyodor Dostoyevsky. A self-described “emancipated girl of the sixties,” Snitkina had come of age during Russia’s first feminist movement, and Dostoyevsky—a notorious radical turned acclaimed novelist—had impressed the young woman with his enlightened and visionary fiction.

Yet in person she found the writer “terribly unhappy, broken, tormented,” weakened by epilepsy, and yoked to a ruinous gambling addiction. Alarmed by his condition, Anna became his trusted first reader and confidante, then his wife, and finally his business manager—launching one of literature’s most turbulent and fascinating marriages.

The Gambler Wife offers a fresh and captivating portrait of Anna Dostoyevskaya, who reversed the novelist’s freefall and cleared the way for two of the most notable careers in Russian letters—her husband’s and her own. Drawing on diaries, letters, and other little-known archival sources, Andrew Kaufman reveals how Anna warded off creditors, family members, and her greatest romantic rival, keeping the young family afloat through years of penury and exile.

In a series of dramatic set pieces, we watch as she navigates the writer’s self-destructive binges in the casinos of Europe—even hazarding an audacious turn at roulette herself—until his addiction is conquered. And, finally, we watch as Anna frees her husband from predatory contracts by founding her own publishing house, making Anna the first solo female publisher in Russian history.

The result is a story that challenges ideas of empowerment, sacrifice, and female agency in nineteenth-century Russia—and a welcome new appraisal of an indomitable woman whose legacy has been nearly lost to literary history.

Andrew D. Kaufman is an associate professor, General Faculty, lecturer in Slavic Languages and Literatures, and assistant director of the Center for Teaching Excellence at the University of Virginia. A PhD in Slavic languages and literatures from Stanford University, Kaufman is the author of Give War and Peace a Chance: Tolstoyan Wisdom for Troubled Times and Understanding Tolstoy, and a coauthor of Russian for Dummies. His work has been featured on Today, NPR, and PBS, and in The Washington Post, and he has served as a Russian literature expert for Oprah’s Book Club. Kaufman is the creator of Books Behind Bars, introducing incarcerated youth to the writings of Dostoyevsky and other authors.

The Gambler Wife:
A True Story of Love, Risk,
and the Woman Who Saved Dostoyevsky
by Andrew D. Kaufman
Publisher: Penguin Publishing Group
Publication date: 08/31/2021
Hardcover
Pages: 400
ISBN-13: 9780525537144
$30.00

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Maria Janitschek : Das neue Weib (Novelle)

Maria Janitschek

Das neue Weib

Frau Selma Knolle liebte die Einsamkeit und schwärmte vom völligen Abgeschlossensein von der Welt. Deshalb veranstaltete sie jede Woche einen Empfangsabend, an dem sich über ein halbes Hundert Menschen in ihrem Hause zusammenfanden. Sie betete die Wahrheit an, und ihre Busenfreundin war eine – Spiritistin; sie stellte die höchsten Anforderungen an die Sittenreinheit des Weibes, und ihre Abgötterei galt einer vierzigjährigen Dame, die noch vor Thorschluss das Jungfernkränzchen abgelegt hatte, um die interessanten Umstände kennen zu lernen.

Frau Selma Knolle hatte als Mädchen immer für das Cölibat geschwärmt, deshalb heiratete sie einen athletisch gebauten Mann, der schon von zwei Gattinnen geschieden war. Sie bekam vier Kinder von ihm. Er war ein verteufelt schlauer Bursche, der Doktor. Dem Zug seiner Zeit folgend, hatte er viele Reisen gemacht, sechsmal seinen Beruf gewechselt, sein Vermögen verloren, wieder erworben, abermals verloren, sich durch gute Partien wieder rangiert, aber, zu vielseitig begabt für einen Ehemann, schlechten Erfolg mit seinen Gattinnen gehabt. Zum Schluss war ihm diese grosse, blonde Frau mit dem weichen Fleisch begegnet, die ihm resolut sagte:

»Deine andern Gattinnen verstanden dich nicht, ich aber verstehe dich und bin die Richtige für dich.« Da hatte er zum drittenmal eingewilligt, einer schönen Frau zu einem Irrtum zu verhelfen. In den ersten vier Jahren war sie beständig schwanger und konnte sich seiner nicht so erfreuen, wie sie es gewünscht hätte. Dann musste er – er behauptete es wenigstens – eine Reise um die Welt machen. Als er wiederkehrte, hatte er allerlei Marotten mitgebracht.

Er zog z.B. ihre langen Nachthemden an und setzte sich in diesem Aufzug in ein künstlich verdunkeltes Zimmer, um »nachzudenken«. Er behauptete, dann erhabene Gesichte zu haben, die er nach seinem Tod aufzeichnen wollte. Manchmal verschmähte er sogar ihre Nachthemden und sie fand ihn als Adam verkleidet. Schliesslich fing sie an, an seinem Verstand zu zweifeln und eilte, einen Nervenarzt zu holen. Der blieb sehr lange bei Knolle, und als er dessen Zimmer verliess, machte er ein sehr vergnügliches Gesicht, drückte ihr beruhigend die Hand, erkundigte sich teilnahmsvoll nach ihrem Gesundheitszustand und verschrieb ihr Pillen. Sie verstand das alles sich zwar nicht zusammenzureimen, doch war sie zufrieden, dass ihrem Bibibi, wie sie den Athleten nannte, nichts Ernsthaftes fehle. Sie überlegte, zu welchem Beruf sie ihm raten sollte.

Und da sie im Grunde doch an seinem gesunden Verstand zweifelte, kaufte sie ihm eine Zeitung, deren Leitung er zugleich übernehmen sollte.

Sie kalkulierte ganz richtig, dass es für einen Mann von seiner Begabung keine passendere Beschäftigung geben konnte. Bibibi, der Bibibi, der drei strenge Jungfrauen zum Altar geführt hatte – nicht alle seine Jungfrauen hatte er zum Altar geführt! -, kehrte glücklich das Unterste seiner Überzeugungen nach oben. Er nahm nur Ehebruchsromane für seine Zeitung an und lehnte kaltblütig alle andern litterarischen Anerbieten ab. Der Ehebruch musste natürlich in einer verdeckten Schüssel und mit Gewürz aus den Beeten der Romantik serviert sein. Ferner nahm er nur von Damen Arbeiten an. Diese Damen durften indes nicht das vierundzwanzigste Jahr überschritten haben, um noch »ihre ganze Frische« dem Publikum bieten zu können. Zum Schluss pflegte er mit jeder Verfasserin, von der er eine Arbeit acceptierte, die letzten Abmachungen in einem Hotel zu treffen, »weil er da ungestörter sei, als in den unruhigen Redaktionsräumen.«

Sein Lesekomitee, d.h. die jede eingelaufene Arbeit Prüfenden, bestand aus ihm geistig verwandten Weibern in Männerröcken. Daneben hatte er unter andern Kritikern besonders zwei engagiert, die einer gewissen Berühmtheit genossen. Der eine machte alles nieder, was er las, der andere war ein Genie; der machte sogar das nieder, was er nicht gelesen hatte.

Und der Verleger gedieh und die Mitarbeiter gediehen und die Zeitung gedieh. Bibibi machte einen Ableger von ihr und gründete eine kleine illustrierte Zeitschrift. Das Genie schimpfte diese neue Zeitschrift in Grund und Boden nieder, so dass Bibibi sofort eine zweite, die besser sein sollte, erscheinen liess. Die Schimpferei war natürlich nur ein Trick gewesen, um zwei neuen Zeitschriften zum Dasein zu verhelfen. Bibibi war eben ein grosser Schlaukopf und wusste genau, wie man das Zeug anfasste. Frau Selma schwamm in Wonne. Sie erkannte jetzt, dass ihres Mannes anscheinende Verrücktheit nur Schlauheit war. Sowie er sich auf den richtigen Platz gestellt sah, waren alle in ihm schlummernden Fähigkeiten erwacht.

Er schmeichelte der verkappten Lüsternheit des Publikums und gab ihr fette Bissen, aber nur von der langen Sauce scheinheiliger Frömmelei begossen. Ohne diese nie, denn er war sehr für die Moral seiner Leser besorgt. Man sündigte hier nur in verdunkelten Ecken. Die Sonne durfte es nicht sehen. Nackt zu gehen war verboten, die Röckchen zu lüpfen erlaubt. Wo sich in einem Roman eine Gestalt fand, die gegen Anfechtungen kämpfte, wurde der Roman zurückgewiesen. Anständige, d.h. kluge Leute haben keine Anfechtungen, entschied der Chefredakteur; denn wenn sie solche haben, kommt es nicht an den Tag. Wird aber ein Mensch mit Anfechtungen geschildert, so muss er gleich als niederträchtiger Kerl hingestellt werden. Frau Selma und das Publikum glaubten an die strenge Moral des grossen Bibibi. Nur eins konnte Selma nicht recht verstehen: diese Kontraktabschlüsse im Hotel.

Einmal brachte sie es durch Schlauheit und Thürenhorcherei dahin, in Erfahrung zu bringen, wann er seine nächsten Abmachungen mit einem neuen litterarischen Stern im Hotel haben würde. Eine Stunde vorher fuhr sie dicht verschleiert, eine Handtasche tragend, dahin und liess sich die Stube neben dem vereinbarten Zimmer geben. Nach einer geraumen Zeit hörte sie endlich die beiden eintreten. Sie vernahm Bibibis Stimme und eine schüchterne zweite, die der Frau A.B., einer jung verheirateten Dame, angehörte.

Selma legte hochaufhorchend das Ohr an die Thür. Zuerst hörte sie nur ein vergnügliches Grunzen, wie Bibibi von sich gab, wenn er glücklich küsste. Dann kamen wohlbekannte Laute, so wie sie zu Anfang ihrer Ehe ihr selbst entflohen waren, wenn Bibibi gar zu stürmisch zu seinem Recht gelangen wollte. Dann verriet das Knarren einer indiskreten Bettstatt allerlei, was Selma besser verborgen geblieben wäre. Dann folgte die feierliche Stille nach dem Sturm.

Selma hatte sich behutsam auf den Boden niedergelassen, denn das Stehen wurde ihr unbequem. Später hörte sie eine pipsende Stimme jammern: »O Gott, mein armer Mann, mein armer Mann! Was wird er bloss sagen, wenn das Essen um Eins nicht fertig ist; o ich muss nach Hause!« …

Man hörte allerlei rauschen, dann Wassergeriesel, dann flüsterte Bibibi: »Lass mich zuerst hinab, Kindchen, ich mache alles beim Portier ab, ich habe fürchterliche Eile. Die Fahnen müssen um 12 Uhr nach der Druckerei und jetzt ist’s dreiviertel auf Zwölf. Den Kontrakt erhältst du morgen. Der Roman erscheint in sechs Wochen, wir bringen dein Vollbild und du bekommst dreitausend Mark Honorar für den Erstabdruck. Hab vielen Dank, mein Herz. Das nächste Mal machen wir’s mit mehr Musse. Adieu!«

Frau Selma erhob sich von ihrem Lauscherposten. War das ein Rückfall in seine Verrücktheit gewesen? Gewiss, nur das konnte es sein! Sie sah ihn grübelnd, forschend beim Mittagessen an und gab ihm drei Abende hindurch keinen[204] Gutenachtkuss. Aber sie horchte von nun an viel an der Thür, die in das Redaktionszimmer führte, in dem er allein arbeitete.

Sie brachte allerlei in Erfahrung. Wie Schriftstellerinnen oft zu ihrem Ruhm kamen. Wie andere abgewiesen wurden, weil sie bei gewissen Zumutungen hochmütig aufgefahren waren. Weshalb die Belletristik das fast ausschliesslich vom Weibe beherrschte Gebiet geworden war. Wie dem Publikum eine Geschmacksrichtung aufgedrängt wurde, die nur von der jeweiligen Appetitsverschiedenheit des Chefredakteurs abhing. Wie die Guillotine der Kritik ohne Hirn und Vernunft arbeitete. Wie immer weniger ernsthafte Männer auf dem schöngeistigen Arbeitsfeld mitkämpfen wollten …

Sie verwunderte sich über manches, aber sie war zu sehr Weib, um ihre persönliche Sache nicht als Hauptsache zu empfinden. Sie horchte weiter und sie vernahm noch verschiedene »Vereinbarungen«. Nur um ihr schlecht wiedergegebenes Bild in eine Tageszeitung zu lancieren, ergaben sich manche dieser jungen Frauen den Launen Bibibis.

Nein, Bibibi, kein Verrückter bist du, eine menschliche Bestie bist du, schluchzte die arme Frau Selma im Nebenzimmer. Aber warte, ich will mich an dir rächen, dass du wirklich verrückt werden sollst. Vor allem dafür, dass du mich in Bezug auf deine eheliche Treue irre geführt hast. Oder hast du mich überhaupt nie an sie glauben machen wollen und – ich selbst habe mich im Glauben an sie bestärkt? Dann sollst du es doppelt büssen, denn was man selbst Dummes begeht, daran ist immer der andere schuld … Und Selma, bis zum Rand mit Wut und Erbitterung gefüllt, vergass ihren Stolz, stellte sich mit anderm weiblichen Federvieh auf eine Stufe und schrieb ein Buch. Sie nannte es: »Das seid Ihr!« Schon das erste Wort, mit dem wir empfangen werden, begann sie, ist ein geringschätziges. Nur ein Mädchen! Oder heisst es in den meisten Fällen nicht so, wenn die sage femme uns in die Arme des Vaters legt? Dann später werden wir von unsern uns an Kraft überlegenen Brüdern gefoppt, übervorteilt, misshandelt. Die öden Jahre der Bleichsucht beginnen. Unlustig, von einem Gefühl der Dumpfheit und Schwere gequält, schleppen wir uns dahin, bis ein Tag uns das mit mancherlei körperlichen Leiden erkaufte Siegel aufdrückt, dass wir nun zum Gebären reif sind. Haben wir Geld und ein hübsches Gesicht, so ist bald der Freier da, der um uns wirbt. Nach einer unnatürlich verlebten Verlobungszeit, in der wir unser erwachendes Temperament verleugnen und Komödie spielen müssen, werden wir endlich zum Traualtar geführt. Die heimlich tausendmal ersehnte Hochzeitsnacht ist da. Anstatt der werbenden Zärtlichkeit des Geliebten zu begegnen, werden wir von einem keuchenden, brünstigen Gewalthaber genotzüchtigt, der vom Priester und unsern Eltern das Recht dazu empfangen hat. Nach Schmerzen und Demütigungen mancherlei Art werden wir endlich schwanger. Fast ein Jahr widriger Verunstaltung, widriger Krankheitszustände, dann kommt die Stunde, wo unserer Schamhaftigkeit der letzte Schleier entrissen wird. Nackt wie ein Tier, in Bewusstlosigkeit versetzt, oder im Krampf verzerrt, ruhen wir hilflos vor den Augen eines fremden Mannes, des Arztes, der oft noch Kollegen an der Seite hat. Man wühlt in unserm Körper, verspritzt unser Blut und legt sorgsam Verbände und Salben zurück fürs »nächste« Mal. Noch kaum von unsern Wunden geheilt, findet uns die neu aufflammende Gier des Mannes, zu der sich vielleicht noch der Kitzel der Grausamkeit gesellt. Nach elf Monaten machen wir die Schlachtscene aufs neue durch. Und so weiter. Eines Tages aber harren wir vergebens der Liebkosungen unseres Gatten. Er ist unserer satt geworden. Die Liebeskunststücke, die er uns gelehrt hat, besitzen keinen Reiz mehr für ihn. Nun geht er zu andern Frauen, um neue einzuüben. Aber die können wir nicht mehr erlernen, denn unser Körper, von ihm gebrochen und zerstört, hat keine Kraft mehr in seinen Muskeln. Wir sind schlaff geworden. Wenn er ehrlich ist, sagt er uns die Wahrheit mit offenem Visier; wenn er feig ist, betrügt er uns hinter unserm Rücken …

Und nun begann die feurige Anklage gegen den einen. Das ganze Buch war so persönlich gehalten, dass jeder sofort wusste, Bibibi sei hier in die Hände einer Überlegnen geraten, die ihn durchschaute. Die Frauen alle, die geknechteten, geopferten, misshandelten, umringten ihre mutige Schwester, das neue Weib, die erste, die es gewagt hatte, ihren Tyrannen offen an den Pranger zu stellen. Sie drückten ihr die Hände, wenn sie sie auf der Strasse trafen, sie schrieben ihr danküberströmende Briefe.

Sie war mit einem Male die Heldin der unterdrückteren Hälfte der Menschheit geworden. Man war aufs höchste darauf gespannt, wie sie nun ihre edlen revolutionären Ideen in Thaten umsetzen würde; denn nach diesem unerhörten Buch musste sie mit einem verächtlichen Fahrwohl von ihm, dem Knechter ihrer Individualität und Frauenwürde, scheiden. Einsame Arbeit in stolzer Unabhängigkeit würde ihr Märtyrerlos worden. Man bereitete sich vor, ihre Apotheose zu erleben.

Bibibi machte ein langes und immer längeres Gesicht. Alle Wetter! War er trotz aller Vorsichtsmassregeln doch noch zu unvorsichtig gewesen? Hatte sie Verdacht geschöpft? Hatte ihn eine seiner Freundinnen verraten? Ihm, dem Verfechter der öffentlichen Moral, war die Sache höchst unangenehm. Hauptsächlich jedoch deshalb, weil er sich als – unschlau erwiesen hatte. Wer wollte nicht lieber für einen Schurken als für einen dummen Kerl gelten? Nun, er hatte jetzt festen Boden unter seinen Füssen, mochte sie ihn schliesslich verlassen. Er liess doppelt empörte Tiraden gegen alle los, die einen Schritt vom Wege der breiten, fetten Moral thaten. Ja, er begann sich gegen das Weib zu wenden, dem die heiligsten Bande nicht zu ehrwürdig wären, um mit ihnen sein Spiel zu treiben. Er hing nicht so sehr an Selma, um eine Trennung von ihr als zu schweren Schicksalsschlag zu empfinden, aber den Skandal hasste er.

Seit sie wusste, dass er ihr Buch gelesen hatte, und das ungeheure Aufsehen ermass, das es erregte, ging sie ihm scheu aus dem Wege. Sie kannte seine herkulischen Kräfte, dazu seine Gereiztheit; wer weiss, was geschah. Auch ihre Bekannten dachten ähnlich und sahen sie schon als Opfer ihres Mutes, als Märtyrerin ihrer Ideen. Man erwartete bang die letzte Katastrophe.

Es gab Journalistinnen, die schon einen Nekrolog für sie im Pult bereit liegen hatten.

Da kam das, was die Wenigsten vorausgesetzt hatten …

Eines Abends, als sie von einem Gang heimkam, trat ihr Bibibi in den Weg.

»Magst du einen Augenblick bei mir eintreten?« fragte er mit eisiger Höflichkeit. Sie folgte ihm und blieb mit schlotternden Knieen an der Thür stehen. Er schritt gleichmütig auf und nieder.

»Ich habe also den Scheidungsprozess eingeleitet,« log er, »denn nach deinem persönlichen Angriff auf mich durfte ich unmöglich anders handeln. Ich ersuche dich nun, die Kinder so schonend wie möglich auf die Sache vorzubereiten. Das Gericht wird entscheiden, ob sie vater- oder mutterlos ihr junges Leben weiterführen sollen. Was mich betrifft, ich bin ein Mann der Arbeit, der Thätigkeit, mein Beruf wird mich über mein -,« er stockte, »über mein unverdientes Schicksal erheben. Und wenn -,« er stockte wieder, »wenn ich es nicht ertragen sollte, dann –«

In diesem Augenblick nahm die alte Eva, die alte Eva, die niemals auch aus dem »neuesten« Weibe auszutreiben ist, wieder Besitz von Frau Selma. Sie sank auf die Kniee und ergriff die Hände ihres Gatten.

»Bibibi, kannst du mir das Buch verzeihen?«

Er verstand sofort die Situation, die er als Menschenkenner vorausgeahnt hatte, und richtete sich auf.

»Nein!«

»Bibibi, bedenke, welche Qualen du mir verursacht hast; ich war toll geworden, ich sehe es jetzt ein, aber – verraten hast du mich doch, das kannst du nicht leugnen, denn ich war Zeugin.«

»Horcherin!« Er stiess sie verächtlich von sich und that einige Schritte.

Sie rutschte ihm auf den Knieen nach.

»Bibibi, schlage mich, aber verstosse mich nicht; ich liebe dich, auch wenn du mich mit Füssen trittst, mir andere vorziehst; lass mich nur neben dir sein, die letzte, die allerletzte, nur neben dir! Dir habe ich meine Kinder geboren, meine Jugend hingegeben, ich kann ja nicht von dir fort, verzeih mir …!«

Und Bibibi blickte auf sie herab. Das war also das neue Weib. Was war nun eigentlich das neue an ihm? War es mehr als seine gesteigerte – Redseligkeit, die sich in anklagenden Romanen, stürmischen Versammlungen, kampflustigen Vorträgen offenbarte? Er furchte die Stirne und hiess grossmütig Selma aufstehen …

Bei sich aber beschloss er, noch gründlichere Frauenstudien zu treiben …

Maria Janitschek: Die neue Eva, Leipzig 1902, S. 191-219.

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Maria Janitschek: Ein modernes Weib (Gedicht)

Ein modernes Weib

Ein Mann beleidigte ein Weib. Es war
Von jenen schnöden Thaten eine, die
Kein Weib vergessen und vergeben kann.
Geraume Zeit verstrich. Da eines Abends
Ward an die Thür des Frevlers laut gepocht.
Er rief: “Herein”, und sah voll tiefen Staunens,
In Trauerkleidern eine Frau vor sich.

Sie schlug den Schleier bald zurück. Er blickte
In ihre großen stolzerstarrten Augen,
In diese großen schmerzversengten Augen …
Er lächelte verlegen, denn ein Schauer
Erfaßte ihn … Er bot ihr höflich Platz,
Sie aber dankte, und mit ruhiger Stimme
Sprach sie zu ihm: “Du hast mich schwer beleidigt,
Es war nur Gott dabei … vor diesem Gott,
Vor dir, und mir allein, will ich den Flecken
Den Makel meiner Ehre, zugefügt
Von deiner Hand, verlöschen.
Höre nun!

Um dies zu thun, bleibt mir ein Mittel nur:
Ich kann nicht gehn, um einem fremden Menschen
Das was ich selbst mir kaum zu sagen wage,
Zu offenbaren. Für mich herrscht kein Richter,
Er wär′ denn blind und taub und stumm, deshalb
(Ein Schildern des Vergangenen glich′ aufs Haar
Der neuen That, hieß′ selber mich entehren),
Deshalb gibt′s eins nur: hier sind Waffen, wähle!”
Sie stellte auf den Tisch ein Kästchen hin
Und öffnete den Deckel. – –
Lange standen

Die beiden Menschen stumm. Er sah sie an,
Sie hielt das glänzend große Aug′ gerichtet
Fest auf die Waffen.
Plötzlich brach er aus
In lautes Lachen. Da durchglühte feurig
Ein tiefes Rot die farbenlosen Wangen
Der jungen Frau. Wie, wenn die ganze Antwort
Dies Lachen wär′? Sie hätte schreien mögen

Vor Wut und Elend. Aber sie bezwang sich,
Und sagte mild: “Wenn dir ein Unvorsichtiger
Zufällig auf den Fuß getreten wäre,
Du würdest ohne lange Ueberlegung
Ihm deine Karte in das Antlitz schleudern,
Nichts Lächerliches fändest du dabei.
Nun denk′: nicht auf den Fuß trat mir ein Mensch,
Mein Herz trat er in Stücke, meine Ehre!
Verlang′ ich mehr, als du verlangen würdest
Für einen unvorsichtigen Schritt, sag′ selbst,
Ist das nicht billig?”

Lächelnd sah er ih
Ins zornerglühte Antlitz. “Liebes Kind,
Du scheinst es zu vergessen, daß ein Weib
Sich nimmer schlagen kann mit einem Manne.
Entweder geh zum Richter, liebes Kind,
Gesteh ihm alles, gerne unterwerfe
Ich seinem Urteil mich. Nicht? Nun dann bleibt
Dir nur das eine noch: vergesse, was du
Beleidigung und Schmach nennst. Siehst du, Liebe,
Das Weib ist da zum Dulden und Vergeben …”
Jetzt lachte sie.

“Entweder Selbstentehrung
Wenn nicht, ein ruhiges Tragen seiner Schmach,
Und das, das ist die Antwort, die ein Mann
In unserer hellen Zeit zu geben wagt
Der Frau, die er beleidigt.”
“Eine andere
Wär′ gegen den Brauch.”
“So wisse, daß das Weib
Gewachsen ist im neunzehnten Jahrhundert,”
Sprach sie mit großem Aug′, und schoß ihn nieder.

Maria Janitschek
(1859 – 1927)
Gedicht
Ein modernes Weib

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Margot Dijkgraaf: Zij namen het woord. Rebelse schrijfsters in de Franse letteren

In ‘Zij namen het woord’ schetst Margot Dijkgraaf de portretten van uitzonderlijke, schrijvende Franse vrouwen uit de 17e tot de 21e eeuw.

Ze schrijven, ze spreken, ze gaan de barricaden op, ze doorbreken taboes, ze verleggen grenzen. En ze bieden inspiratie – door hun boeken, hun denkbeelden, hun daden of hun karakter.

De vrouwen in dit boek heten Colette of Françoise Sagan, George Sand of Simone de Beauvoir, Madame de Staël of Maryse Condé.

De een is grondlegger van de Europese literatuur, de volgende vecht voor de positie van de vrouw als schrijfster, weer een ander richt haar pijlen op onrechtvaardigheid en ongelijkheid of eist voor de niet-westerse stem een plek op in de literatuur.

Allemaal zijn ze Franstalig, rebels, tegendraads. Schrijven is gevaarlijk.

Margot Dijkgraaf
Zij namen het woord
Pagina’s: 240
Paperback / softback
Gepubliceerd: februari 2020
ISBN 9789045040998
Uitg. Atlas-Contact
€ 19,99

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Margot Dijkgraaf
Zij namen het woord

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Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de hedendaagse kunst in Museum Jan Cunen Oss

 

Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de Nederlandse schilderkunst 1875-1925
Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de hedendaagse kunst

Naakt of bloot? Deze vraag vormt de rode draad van de tentoonstellingen Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de Nederlandse schilderkunst 1875-1925 en Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de hedendaagse kunst in Museum Jan Cunen (3 februari tot en met 19 mei 2019). Naakten van George Hendrik Breitner, Isaac Israels en Jan Sluijters gaan een dialoog aan met werk van hedendaagse kunstenaars als Lita Cabellut, Bart Hess en Carla van de Puttelaar. Het museum voelt zich geroepen om de tegenstelling die in de huidige samenleving ten aanzien van naakt is ontstaan, zichtbaar en bespreekbaar te maken. Want waar we aan de ene kant krampachtig en preuts omgaan met bloot, worden we er aan de andere kant voortdurend mee overladen.

Naakt of bloot, wat is eigenlijk het verschil? Bij het kijken naar kunst blijkt er een subtiele scheidslijn te zijn tussen deze twee begrippen. ‘Bloot’ betekent ‘zonder kleren zijn’, een toestand die vaak samengaat met een gevoel van schaamte, zowel voor degene die kijkt als voor degene naar wie gekeken wordt. ‘Naakt’ verwijst naar een natuurlijke of artistieke vorm van naaktheid die niet tot verlegenheid stemt. Beide termen zijn echter subjectief. Wat de één als naakt ziet, ervaart een ander als bloot. Wat is voor jou het verschil? Waar trek jij de grens?

De exposities in Museum Jan Cunen roepen de vraag op of de kijk op naakt tussen pakweg 1875 en 1925 eigenlijk wel zo anders is dan tegenwoordig. In de media worden we voortdurend geconfronteerd met bloot, terwijl de omgang daarmee een stuk gevoeliger ligt dan enkele decennia geleden. Terwijl het internet tot in extremen toegang geeft tot alle vormen van bloot, wordt een vrouwentepel stelselmatig verwijderd van social media. Een tendens die raakvlakken heeft met de dubbele moraal in de late negentiende eeuw: enerzijds werd de maatschappij destijds gekenmerkt door kuisheid en preutsheid, anderzijds werd er op zedelijk gebied vaak een oogje dichtgeknepen. ‘Wat je niet ziet, bestaat niet’ lijkt opnieuw onderdeel van de tijdgeest.

Museum Jan Cunen wil de tegenstelling die in de huidige samenleving ten aanzien van naakt is ontstaan, zichtbaar en bespreekbaar maken en onomwonden de schoonheid van het naakte lichaam vieren. Om overeenkomsten en verschillen bloot te leggen tussen de oude en nieuwe ideeën over het vrouwelijk naakt, gaat de kunst uit het einde van de negentiende en het begin van de twintigste eeuw een dialoog aan met kunstwerken van hedendaagse kunstenaars. Werk van vooraanstaande Nederlandse meesters als George Hendrik Breitner, Isaac Israels, Jan Sluijters en Jan Wiegers worden getoond in combinatie met werk van hedendaagse kunstenaars Lita Cabellut, Bart Hess, Carla van de Puttelaar, Viviane Sassen en Isabelle Wenzel. Ook wordt podium geboden aan vier jonge talenten: Charissa van Dijk, Margherita Soldati, Mariëlle Veldhuis en Meret Zimmermann. Zo koppelt het museum de blik van ruim een eeuw geleden aan de actuele discussie over het naakt in de beeldende kunst en de huidige maatschappelijke positie van het naakt. De vergelijking tussen toen en nu biedt een andere kijk op de eigen tijd en plaatst onze omgang met het blote lichaam in een breder perspectief.

Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de Nederlandse schilderkunst 1875-1925
Naakt of bloot? Het vrouwelijk naakt in de hedendaagse kunst
3 februari t/m 19 mei 2019

Museum Jan Cunen
Molenstraat 65
5341 GC Oss
T: (0412) 798 000
E: info@museumjancunen.nl

# Meer informatie op website Museum Jan Cunen Oss

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Lisa Gray-Garcia, aka Tiny: Criminal of Poverty. Growing Up Homeless in America

A daughter’s struggle to keep her family alive, through poverty, homelessness and incarceration

Eleven-year-old Lisa becomes her mother’s primary support when they face the prospect of homelessness. As Dee, a single mother, struggles with the demons of her own childhood of neglect and abuse, Lisa has to quickly assume the roles of an adult in an attempt to keep some stability in their lives.

Dee and Tiny” ultimately become underground celebrities in San Francisco, squatting in storefronts and performing the “art of homelessness.” Their story, filled with black humor and incisive analysis, illuminates the roots of poverty, the criminalization of poor families and their struggle for survival.

Criminal of Poverty lays bare the devastating effects of inheriting a life of poverty, as well the real redemption and power in finding your voice.” – Michelle Tea, author of Rose of No Man’s Land and Valencia

“Tiny’s indomitable spirit comes to life in her amazing story of poverty and homelessness, reaching into and teaching our hearts and minds. With her flawless descriptions of the pain of living in the margins of the richest country in the world, she opens up an important window onto a reality looked upon by many but truly seen by few, augmenting our capacity for empathy and action in an area so in need of social change. Bravo Tiny, for your gift to us all! Punto!!!” – Piri Thomas, author of Down These Mean Streets

Lisa Gray-Garcia  (www.tinygraygarcia.com)
is a journalist, poet and community activist. She is the founder of POOR magazine and the PoorNewsNetwork (PNN), a monthly radio broadcast and an online news service focused on issues of poverty and racism.
(www.poormagazine.org/)

Criminal of Poverty
Growing Up Homeless in America
Lisa Gray-Garcia, aka Tiny
Publisher City Lights Foundation Books
Paperback, 2007
278 pages
ISBN-10 1931404070
ISBN-13 9781931404075
List Price $19.95

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Tori Telfer: Lady Killers. Deadly Women Throughout History

Author Tori Telfer’s “Lady Killers,” a thrilling and entertaining compendium, investigates female serial killers and their crimes through the ages.

When you think of serial killers throughout history, the names that come to mind are ones like Jack the Ripper, John Wayne Gacy, and Ted Bundy. But what about Tillie Klimek, Moulay Hassan, Kate Bender?

The narrative we’re comfortable with is the one where women are the victims of violent crime, not the perpetrators. In fact, serial killers are thought to be so universally, overwhelmingly male that in 1998, FBI profiler Roy Hazelwood infamously declared in a homicide conference, “There are no female serial killers.”

Lady Killers, based on the popular online series that appeared on Jezebel and The Hairpin, disputes that claim and offers fourteen gruesome examples as evidence.

Though largely forgotten by history, female serial killers such as Erzsébet Báthory, Nannie Doss, Mary Ann Cotton, and Darya Nikolayevna Saltykova rival their male counterparts in cunning, cruelty, and appetite for destruction.

Lady Killers
Deadly Women Throughout History
by Tori Telfer
2017
ISBN: 9780062433732
ISBN 10: 0062433733
Imprint: Harper Perennial
Pages: 352
List Price: 15.99 USD
TRUE CRIME – Murder- Serial Killers -History – Women
Illustrations by Dame Darcy

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Heimo Schwilk: Rilke und die Frauen. Biografie eines Liebenden

Rainer Maria Rilke feierte die Liebe, verschrieb sich ihr mit ganzer Seele. Die Frauen standen für ihn im Mittelpunkt.

Angefangen bei seiner innig geliebten Mutter Sophia und der gestrengen »Übermutter« Lou Andreas-Salomé über die Bildhauerin Clara Westhoff bis zu der großzügigen Mäzenin Fürstin von Thurn und Taxis. In seiner neuen, meisterlich geschriebenen Biografie erzählt Heimo Schwilk von diesen Frauen und ihren Schicksalen.

Ein Buch über die Liebe – und wie sie sich in großer Dichtung vollendet.

Heimo Schwilk, geboren 1952 in Stuttgart, Dr. phil., ist Autor zahlreicher Bücher über Politik und Literatur. Seine großen Biografien über Ernst Jünger und Hermann Hesse wurden im In- und Ausland hoch gelobt. Er war lange Jahre Leitender Redakteur der Welt am Sonntag und lebt in Berlin. 1991 wurde er mit dem Theodor-Wolff-Preis für herausragenden Journalismus ausgezeichnet.

Heimo Schwilk
Rilke und die Frauen
Biografie eines Liebenden
‘Piper’ Taschenbuch
Piper Verlag GmbH
Mit 22 Abbildungen
EAN: 9783492308878
ISBN: 3492308872
2016
336 Seiten
kartoniert
€ 11,00

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Isabelle Giordano: Romy Schneider, film par film

Romy Schneider est bien plus qu’une star de cinéma. Elle est une véritable icône, un symbole fort pour une génération entière.

Femme libre, artiste accomplie, elle continue de fasciner encore aujourd’hui. Elle incarne la femme moderne, elle est l’image même de ces femmes qui, dans les années 1970, ont cherché à gagner leur liberté et la maîtrise de leur destin.

Elle est “l’image de toutes les femmes” comme le disait si justement Claude Sautet. On aime Romy car dès son plus jeune âge, elle rue dans les brancards et s’élève contre sa famille et une mère étouffante.

On aime Romy car elle aime aimer les hommes, sans entraves et sans barrières. Mais on l’aime aussi parce qu’elle est une mère attentive et chaleureuse, parce qu’elle a choisi de prendre sa vie à bras-le-corps, plutôt deux fois qu’une, avec passion toujours : “Dans la vie, comme au cinéma, j’applique la devise Tout ou rien. La témérité est quelque chose qui m’a toujours aidée à avancer.”

Tels sont les mots de Romy. Elle est une Antigone des temps modernes qui, comme l’héroïne grecque, affirme haut et fort “Je veux tout!””  Isabelle Giordano.

Isabelle Giordano
Romy Schneider, film par film
Albums hors série, Gallimard Loisirs
Parution : 05-10-2017
256 pages, ill.,
sous couverture illustrée,
245 x 285 mm, cartonné
ISBN : 9782742450350
Gencode : 9782742450350
Prix € 39,90
Gallimard Loisirs

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Tentoonstelling Anton Heyboer in Gemeentemuseum Den Haag

Wat men doorgaans niet weet is dat Heyboer in de jaren 60 en 70 een gevierd kunstenaar was wiens werk werd aangekocht door het MoMA in New York, getoond op de Documenta in Kassel, en met grote tentoonstellingen werd geëerd in het Gemeentemuseum Den Haag en het Stedelijk Museum Amsterdam.

In 1975 werd hij zelfs samen met David Hockney en Lucian Freud in LACMA in Los Angeles gepresenteerd als een van de belangrijkste Europese schilders van dat moment. Veertig jaar na zijn laatste grote museale tentoonstelling wil het Gemeentemuseum de internationale kwaliteit van zijn oeuvre opnieuw voor het voetlicht brengen.

De tentoonstelling toont de ontwikkeling van zijn oeuvre met de nadruk op de periode 1956-1977, maar belicht ook het ‘systeem’ waarmee de kunstenaar een manier vond om het leven voor zichzelf dragelijk te maken. Zo wordt duidelijk hoe het leven en werk van Heyboer onlosmakelijk met elkaar verbonden zijn.

Nog te zien t/m 04 februari 2018
Gemeentemuseum Den Haag
Stadhouderslaan 41, 2517 HV Den Haag

 

Publicatie: Bij de tentoonstelling verschijnt een catalogus met teksten van onder meer Kees Keijer.

Anton Heyboer (Sabang, Indonesië, 1924 – Den Ilp, 2005) bekleedt een unieke positie binnen de moderne kunst. Met zijn mysterieuze, mystieke en hoogst persoonlijke beeldtaal plaatste hij zich in de jaren zestig en zeventig lijnrecht tegenover de toen heersende zakelijke kunststromingen zoals popart en minimal art.

In zijn etsen en tekeningen ontwikkelde Heyboer een ‘systeem’ om grip te krijgen op de demonen die hem sinds de Tweede Wereldoorlog achtervolgden, en om het leven voor zichzelf draaglijk te maken. Het is de kunst die zijn leven redt. Samen met zijn befaamde ‘vijf bruiden’ leefde Heyboer volgens de regels van zijn systeem, teruggetrokken in een zelfgebouwde, labyrintische woonruimte in Den Ilp. Hij creëerde zo zijn eigen, veilige universum waarin de kunst en zijn leven onlosmakelijk met elkaar verbonden zijn.

De kracht van Heyboers unieke werk bleef niet onopgemerkt. In de jaren zeventig werd Heyboer in één adem genoemd met kunstenaars als David Hockney en Lucian Freud en werd hij voorgedragen als een van Europa’s belangrijkste schilders van het moment. Hij maakte internationaal naam, maar vanaf 1975 trok hij zich volledig terug uit de kunstwereld en werd vooral zijn excentrieke leven een kolfje naar de hand van de roddelpers . Meer dan veertig jaar later brengt deze publicatie de internationale kwaliteit van zijn werk uit de jaren zestig en zeventig opnieuw voor het voetlicht.

Anton Heyboer
Het goede moment
Doede Hardeman, Hans Locher, Kees Keijer e.a
Uitgeverij Hannibal – Hannibal
Prijs: € 27,50
28,5 x 22 cm
192 bladzijden
Hardcover
Quadrichromie
Nederlandstalige editie
ISBN 978 94 9267 710 5

# Meer informatie website Haags Gemeentemuseum

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Tentoonstelling over MARIA in Museum Catharijneconvent in Utrecht

Iedereen weet hoe Maria eruitziet en zal haar beeltenis kunnen herkennen. Ook is bekend dat ze de moeder van Jezus is. Maar over haar leven weten we niet veel. Waarom is ze al eeuwenlang zo populair? Hoe doet ze dat? En wat zegt dat over ons?

De tentoonstelling Maria blijft ruim 6 maanden open om heel Maria-minnend Nederland de kans te geven haar te ontmoeten. Want ongeacht cultuur of religie, Maria is van alle tijden en van iedereen. Mooie en verrassende verbeeldingen van Maria in de kunst vertellen haar meer dan wonderlijke levensverhaal. Ga met Maria op een inspirerende reis door twee millennia, vol nieuwe kennis en inzichten over de meest invloedrijke en meest afgebeelde vrouw ter wereld.

Maria brengt veel fascinerende Maria’s uit nationale en internationale collecties samen, waarbij gekozen is voor spannende combinaties. Er komen schitterende Maria’s uit o.a. de Koninklijke Musea voor Schone Kunsten van België, Museum Boijmans van Beuningen, het Van Gogh Museum, het Mauritshuis en natuurlijk uit Museum Catharijneconvent zelf.

Ontdek hoe veelzijdig deze wereldvrouw is: zij is onderwerp van ikonen en schilderijen, manuscripten, sculpturen, tatoeages en video-installaties. En het zijn niet de minsten die zich door Maria lieten inspireren: o.a. Rubens, Pieter de Grebber, Rembrandt, Jan Toorop, Bill Viola, Jan Fabre en Maria Roosen zijn vertegenwoordigd.

Maria’s wonderlijke levensverhaal loopt als een rode draad door de tentoonstelling die de gehele bovenverdieping van het museum beslaat. Vanaf de conceptie tot aan haar tenhemelopneming is Maria in uitingen van kunst te volgen. Ook thema’s als devotie en bedevaart passeren de revue. De tentoonstelling laat zien hoe zeer Maria een mondiaal symbool is voor liefde, vrouw-zijn, gezin, angst, verdriet, troost en bescherming.

Waarom is Maria misschien wel de machtigste vrouw op de wereld? In ieder geval de meest afgebeelde vrouw en moeder, daar kan geen popster tegenop. Je zou haar een cultureel fenomeen kunnen noemen. U ontmoet Maria ook in relatie tot andere hedendaagse religies. Maria komt zelfs meer voor in de Koran dan in de Bijbel.

Het gevoel, de warme associaties en emoties die Maria oproept komen in de tentoonstelling naar voren in de persoonlijke verhalen of ervaringen van diverse bekende en onbekende Nederlanders. Deze verhalen komen samen in bijzondere filmpjes die door de tentoonstelling heen verweven zijn.

Geen dag zonder Maria is een reis door het hele jaar, waarbij de lezer elke dag wordt verrast door Maria: met een feest of een legende, een mooi gedicht of gebed, een opmerkelijk weetje, een Mariaverschijning, een lach en een traan, een bijzonder recept. Het boek laat zien waar de wereldwijde verering van Maria vandaan komt en hoe Maria mensen tot op de dag van vandaag inspireert.  Dit rijk geïllustreerde boek is vanaf 10 februari in de museumshop verkrijgbaar. Prijs: € 24,95

Sinds de start bezochten al ruim 30.000 mensen de tentoonstelling Maria. De grootste tentoonstelling uit de geschiedenis van Museum Catharijneconvent is met recht een succes te noemen. Het veelbewogen leven van Maria, verbeeld door beroemde kunstenaars als Joos van Cleve, Rubens, Rembrandt, Jan Toorop en Bill Viola, weet mensen tot vandaag de dag nog steeds te raken.

Nog te zien t/m 20 augustus 2017
Tentoonstelling: Maria
Museum Catharijneconvent
Lange Nieuwstraat 38
3512 PH Utrecht
Bel: 030 231 38 35
info@catharijneconvent.nl

  #  meer info op website Museum Catharijneconvent  

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ALMA TADEMA: de meest succesvolle schilder van de 19e eeuw

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alma-tadema (1836 – 1912)
de meest succesvolle schilder van de 19e eeuw
Verleidelijke Romeinse vrouwen gesluierd in fijne gewaden tegen dromerige vergezichten, mijmerende geliefden op bijna doorschijnend marmeren bankjes en dames die hun tijd doorbrengen met pootjebaden, vissen voeren en luieren. Maar ook een farao met zijn stervende zoon in zijn armen en een nietsvermoedend feestend gezelschap dat elk moment verstikt gaat worden onder een lawine van rozenblaadjes. Alma-Tadema neemt ons mee naar scenes uit de klassieke oudheid en brengt deze tijd, als eerste, echt tot leven. Hij verbeeldt de oudheid zo mooi en overtuigend, dat regisseurs zijn schilderijen gebruiken als blauwdruk voor spektakelfilms als Gladiator. Uit heel de wereld komen meer dan tachtig topschilderijen van een van de meest succesvolle schilders van de 19de eeuw naar Leeuwarden. Samen met persoonlijke voorwerpen en filmfragmenten geven zij een inkijk in zijn wereld.

van lourens naar sir lawrence
Alma-Tadema wordt in 1836 geboren als de Friese Lourens. Na zijn opleiding aan de kunstacademie in Antwerpen vertrekt hij voor de liefde naar Londen, waar hij zich laat naturaliseren tot Engelsman en zichzelf Lawrence gaat noemen. Al snel wordt hij ontdekt door het grote publiek en zijn roem is ongekend, vooral in Engeland en Amerika. In 1899 wordt hij zelfs geridderd en gaat voortaan als Sir door het leven. Alma-Tadema stierf in 1912 en ligt begraven in de St. Paul’s Cathedral in Londen.

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wereldfaam
Tijdens zijn leven wordt Alma-Tadema wereldberoemd met zijn werk. Hij schildert in opdracht van welgestelde zakenlieden en weet als geen ander zijn netwerk te cultiveren. Als een ware entertainer vermaakt hij op chique soirees de Londense high society. De opdrachten blijven binnenstromen en Tadema verdient een fortuin. Zo wordt hij een van de meest succesvolle schilders van de 19de eeuw. Ook tegenwoordig zijn werken van de geridderde schilder in het bezit van grote namen als George Lucas, de steenrijke Amerikaanse William Vanderbilt, de Getty familie, Andrew Lloyd Webber en Jack Nicholson. Zelfs ons koningshuis is de trotste eigenaar van een Tadema.

tadema en hollywood
Sinds zijn huwelijksreis naar Rome en Pompeï is Alma-Tadema gefascineerd door de klassieke oudheid. Hij is de eerste schilder die deze tijd met zoveel zorg en precisie in beeld brengt. Menig regisseur baseert zich op zijn schilderijen bij het maken van historische blockbusters zoals The Ten Commandments(1956). Ook nu nog; Tadema’s werk is een directe inspiratiebron voor Ridley Scott voor Gladiator (2000). In de tentoonstelling wordt glashelder hoe Tadema de filmwereld heeft beïnvloed. Daarnaast is er een bijpassend filmprogramma in samenwerking met Slieker Film en EYE filmmuseum.

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grootste collectie
Het museum beschikte al over de grootste Alma-Tadema-collectie van Nederland, deels gekregen van Alma-Tadema en zijn dochters Laurence en Anna. In het najaar van 2015 doet het Fries Museum de grootste aankoop uit de historie van het museum: Tadema’s Entrance of the theatre. Door deze aankoop kan het Fries Museum als enige museum in Nederland de volledige ontwikkeling tonen die de schilder in zijn carrière doormaakte.

audiotour
Alma-Tadema wekt met zijn schilderijen verhalen uit de oudheid tot leven. Maar welke verhalen vertelt hij eigenlijk en welke symboliek schuilt er achter de objecten die we in zijn werken zien? In een levendige audiotour vertelt acteur Peter Tuinman je alles over zeventien hoogtepunten van de tentoonstelling. Je kiest zelf over welke schilderijen je meer wilt horen waardoor je in alle vrijheid door de tentoonstelling kunt lopen. De verhalentour kost slechts € 1,- per persoon en is ook online te reserveren. Voor buitenlandse bezoekers is er een Engelstalige Storytour beschikbaar.

Het Fries Museum heeft voor deze vernieuwende tentoonstelling over Alma-Tadema de Turing Toekenning 2015 gewonnen. De Turing Foundation kent deze prijs ter waarde van 500.000 euro eens in de twee jaar toe voor het beste tentoonstellingsplan van een Nederlands museum.

De tentoonstelling Alma-Tadema, klassieke verleiding is onderdeel van Leeuwarden-Fryslân Culturele Hoofdstad van Europa 2018. Voor deze tentoonstelling en het begeleidende filmprogramma werkt het Fries Museum samen met EYE filmmuseum en Slieker Film.

Alma-Tadema – klassieke verleiding is nog te zien tot en met 7 februari 2017.

Fries Museum
Wilhelminaplein 92
8911 BS Leeuwarden
T: 058 255 55 00

# Meer info op website friesmuseum

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