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Archive G-H

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Friedrich Hölderlin: Der Kirchhof (Gedicht)

 

Der Kirchhof

Du stiller Ort, der grünt mit jungem Grase,
Da liegen Mann und Frau, und Kreuze stehn,
Wohin hinaus geleitet Freunde gehn,
Wo Fenster sind glänzend mit hellem Glase.

Wenn glänzt an dir des Himmels hohe Leuchte
Des Mittags, wann der Frühling dort oft weilt,
Wenn geistige Wolke dort, die graue, feuchte,
Wenn sanft der Tag vorbei mit Schönheit eilt!

Wie still ist′s nicht an jener grauen Mauer,
Wo drüber her ein Baum mit Früchten hängt;
Mit schwarzen tauigen, und Laub voll Trauer,
Die Früchte aber sind sehr schön gedrängt.

Dort in der Kirch ist eine dunkle Stille
Und der Altar ist auch in dieser Nacht geringe,
Noch sind darin einige schöne Dinge,
Im Sommer aber singt auf Feldern manche Grille.

Wenn einer dort Reden des Pfarrherrn hört,
Indes die Schar der Freunde steht daneben,
Die mit dem Toten sind, welch eignes Leben
Und welcher Geist, und fromm sein ungestört.

Friedrich Hölderlin
(1770 – 1843)
Der Kirchhof
Gedicht

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Richard Le Gallienne: Summer Songs

Summer Songs

I

How thick the grass,
How green the shade–
All for love
And lovers made.

Wood-lilies white
As hidden lace–
Open your bodice,
That’s their place.

See how the sun-god
Overpowers
The summer lying
Deep in flowers;

With burning kisses
Of bright gold
Fills her young womb
With joy untold;

And all the world
Is lad and lass,
A blue sky
And a couch of grass.

Summer is here–
let us drain
It all! it may
Not come again.

II

How the leaves thicken
On the boughs,
And the birds make
Their lyric vows.

O the beating, breaking
Heart of things,
The pulse and passion–
How it sings.

How it burns and flames
And showers,
Lusts and laughs, flowers
And deflowers.

III

Summer came,
Rose on rose;
Leaf on leaf,
Summer goes.

Summer came,
Song on song;
O summer had
A golden tongue.

Summer goes,
Sigh on sigh;
Not a rose
Sees him die.

Richard Le Gallienne
(1866 – 1947)
Summer Songs
From: The lonely Dancer and other Poems, 1913

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The Nobel Prize in Literature 2020 for Louise Glück

 

 

Louise Glück

The Nobel Prize in Literature 2020

Born: 1943, New York, NY, USA

Prize motivation: “for her unmistakable poetic voice that with austere beauty makes individual existence universal.”

 

“The master said You must write what you see.
But what I see does not move me.
The master answered Change what you see.”

Louise Glück
Epigraph
(Vita Nova 1999)

 

(photo 1977)

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Richard Le Gallienne: “Face in the Tomb that Lies so Still”

 

“Face in the Tomb

 that Lies so Still”

Face in the tomb, that lies so still,
May I draw near,
And watch your sleep and love you,
Without word or tear.

You smile, your eyelids flicker;
Shall I tell
How the world goes that lost you?
Shall I tell?

Ah! love, lift not your eyelids;
‘Tis the same
Old story that we laughed at,–
Still the same.

We knew it, you and I,
We knew it all:
Still is the small the great,
The great the small;

Still the cold lie quenches
The flaming truth,
And still embattled age
Wars against youth.

Yet I believe still in the ever-living God
That fills your grave with perfume,
Writing your name in violets across the sod,
Shielding your holy face from hail and snow;
And, though the withered stay, the lovely go,
No transitory wrong or wrath of things
Shatters the faith–that each slow minute brings

That meadow nearer to us where your feet
Shall flicker near me like white butterflies–
That meadow where immortal lovers meet,
Gazing for ever in immortal eyes.

Richard Le Gallienne
(1866 – 1947)
“Face in the Tomb that Lies so Still”
From: The lonely Dancer and other Poems, 1913

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Jakob van Hoddis: Varieté

Varieté

 

I
Loge

Ein Walzer rumpelt; geile Geigen kreischen;
Die Luft ist weiss vom Dunst der Zigaretten;
Es riecht nach Moschus, Schminke, Wein, nach fetten
Indianern und entblössten Weiberfleischen.

Ah! Schwimmen in der dicken Luft die vielen
Dämlichen Köpfe, die ins Helle glotzen?
Drei Weiber lässt man auf der Bühne spielen,
Die süsslich mit gemeinen Gesten protzen.

 

II
Der Athlet

Und der Athlet tritt auf und staunen kannst de,
Wie er ein Brett mit seiner Faust zerhaut.
Er geht einher mit ungeheurem Wanste
Und feistem Arm und Nacken, schweissbetaut.

Und kurze Hosen schlottern um die Beinchen,
Die sind zu dünnen Stöckchen deformiert.
Prunkende Seide seine Füsschen ziert.
Ach! sind die niedlich! Wie zwei rosa Schweinchen.

 

III
Der Humorist

Ein alter Mann in einem neuen Fracke
Plärrt jetzt seine Liebesabenteuer.
Und besonders nach gewissen neuern
Abenteuern,
Spricht er, gleiche er dem Wracke,
Das auf den Wellen wackle ohne Rast,
Der Winds-„Braut“ preisgegeben, ohne Steuer,
Sogar mit halb verfaultem „Mast“.

 

IV
Tanz

Ein kleines Mädchen mit gebrannten Löckchen
In einem Hemd ganz himmelblau –
Die blossen Beine trippeln ohne Söckchen.
Sie singt: „Ach, tu mir nichts zuleide!
Ach Du! Heut werd ich Deine Frau.“

Dann tanzt sie gierig und mit Chic
Zu einer holprigen Musik.
Und durch die Wirbel blauer Seide
Siehst de den jungen Leib genau.

 

V
Die Inderin

Sie hebt den dünnen Arm; da duckt zum Sprunge
Das dunkle Pantherpaar, durch sieben Reifen
Fährt es hindurch mit elegantem Schwunge.

Und ihre bösen starken Pranken streifen
(Wenn sie verwirrt zurück zum Käfig taumeln)
Die Perlenschnüre, die … von einem lila Gurte …
Um ihrer nackten Herrin Hüften baumeln.

 

VI
Ballet

Neger schlenkern aufrecht mit den Beinen,
Auf dem Rumpfe gelbliche Trikots.
Und dazwischen tanzen unsere frechen kleinen
Weiber blond und nackend; ganz famos
Angezogen:
Nur mit goldenen Stöckelschuhn,
Mit denen sie die fauchenden Athleten
Behende in die dicken Nasen treten.

 

VII
Die Soubrette

Ein Weibsbild kommt als Jägersmann
Und schiesst auf ihrer Flinten.
Und sieht sich einen Vogel an
Und zeigt sich uns von hinten.

Ihr Hintern biegt sich unerhört
Auf Beinen stramm wie Säulen.
Sie singt: „Mich hat die Lieb verstört
Juchhei! im grünen Walde …“

 

VIII
Die Tänzerin

Wie mich die zärtlichen Gelenke rühren,
Dein magrer Nacken, Deiner Kniee Biegen!
Ich zürne fast. Werde ich Dir erliegen?
Wirst Du zu jenem Traum zurück mich führen,

Den ich als Knabe liebend mir erbaute
Aus süssen Versen und dem Spiel der schönen
Schauspielerinnen, linden Geigentönen
Und Idealen, die ich klaute?

Ach! keine fand ich jenem Traume gleich,
Ich musste weinend Weib um Weib vermeiden,
Ich war verbannt zu unermessnen Leiden,
Und hasse jenen Traum. Ich spähe bleich,

Und sorgsam späh ich wie Dein Leib sich wende,
Nach jeder Fehle, die im Tanz du zeigst,
Ich bin dir dankbar, da du doch am Ende
Mit einem blöden Lächeln dich verneigst.

 

IX
Lebendes Bild

Zwei Skribenten mit zu großer Neese
Sitzen vor der Wand aus gelbem Taft;
Und sie sorgen sich um die Synthese
Der Kultur und um die Jungfernschaft.
Denn der Teufel schreitet durch die Mitte
Und ist gänzlich ohne innern Halt.
Feurig federn seine langen Schritte,
Schwarz und wechselnd ist er von Gestalt.
Und er wedelt mit dem schlangenhaften Schweife;
Denn er hat mit einer Maus gehurt,
Und im Vordergrund raucht schon die Pfeife
Seine neugeborne Mißgeburt.

 

Jakob van Hoddis
(1887 – 1942)
Varieté (Gedicht) 1911

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Richard Le Gallienne: “I said – – I care not”

“I said–I care not”

I said–I care not if I can
But look into her eyes again,
But lay my hand within her hand
Just once again.

Though all the world be filled with snow
And fire and cataclysmal storm,
I’ll cross it just to lay my head
Upon her bosom warm.

Ah! bosom made of April flowers,
Might I but bring this aching brain,
This foolish head, and lay it down
On April once again!

Richard Le Gallienne
(1866 – 1947)
“I said–I care not”
From: The lonely Dancer and other Poems, 1913

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Kom zijn liefste – over Herman Gorter ( 29 oktober 2020 – Hilversum)

Stichting Feest der Poëzie organiseert met Sociëteit “De Unie” Hilversum op donderdag 29 oktober 2020 in de serie Gooise dichters van het Feest der Poëzie een avond over Herman Gorter.

 

Herman Gorter, de dichter van ‘Mei’ (‘Een nieuwe lente en een nieuw geluid…’), woonde een aantal jaren aan de Nieuwe ‘s-Gravelandseweg 66 in Bussum, in een huis naar ontwerp van architect Berlage.

Voordrachtskunstenaar Simon Mulder en soundscape-artiesten Beggar Brahim (elektrische gitaar) en Jesse LaChiffre (klarinet) brengen nummers van de CD ‘Herman Gorter – Verzen 1890’, waarbij de gedichten uit de lyrische, experimentele, sensitivistische periode van classicus, dichter en socialist Herman Gorter, een unieke samenklank aangaan met Beggar Brahims klanklandschappen.

Klassiek muziekduo Marleen van Os en Daan van de Velde brengt bijzondere en nauwelijks uitgevoerde liederen op teksten van Gorter, bijgestaan door sopraan Heleen Oomen.

Stadsdichter Mieke van Zonneveld brengt de gedichten van Gorter die zij als motto’s in haar debuutbundel Leger gebruikte, en de daarbij behorende gedichten.

Verder bijzondere filmbeelden van Gorter van filminstituut Eye en de première van de videoclip ‘In de zwarte nacht’.

Sociëteit “De Unie” Hilversum
donderdag 29 oktober 2020
20:00 – 22:00 uur
s-Gravelandseweg 57
1217 EH Hilversum

Reserveringen worden verzorgd door ticketkantoor.nl

#  Website Stichting Feest der Poëzie

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Rachel Eliza Giffiths: Seeing the Body. Poems

An elegiac and moving meditation on the ways in which we witness “bodies” of grief and healing.

Poems and photographs collide in this intimate collection, challenging the invisible, indefinable ways mourning takes up residence in a body, both before and after life-altering loss.

In radiant poems—set against the evocative and desperate backdrop of contemporary events, pop culture, and politics—Rachel Eliza Griffiths reckons with her mother’s death, aging, authority, art, black womanhood, memory, and the American imagination. The poems take shape in the space where public and private mourning converge, finding there magic and music alongside brutality and trauma. Griffiths braids a moving narrative of identity and its possibilities for rebirth through image and through loss.

A photographer as well as a poet, Griffiths accompanies the fierce rhythm of her verses with a series of ghostly, imaginative self-portraits, blurring the body’s internal wilderness with landscapes alive with beauty and terror. The collision of text and imagery offers an associative autobiography, in which narratives of language, absence, and presence are at once saved, revised, and often erased. Seeing the Body dismantles personal and public masks of silence and self-destruction to visualize and celebrate the imperfect freedom of radical self-love.

Rachel Eliza Griffiths is the author of four previous collections of poetry, including Lighting the Shadow. Her literary and visual work has appeared in The New Yorker, the New York Times, Paris Review, and many other publications. She lives in New York City.

Seeing the Body
Poems
Rachel Eliza Giffiths
Title Seeing the Body
Subtitle Poems
Author Rachel Eliza Giffiths
Publisher W. W. Norton & Company
Title First Published 09 June 2020
Format Hardcover
ISBN-10 1324005661
ISBN-13 9781324005667
Available for Sale 06/09/2020!
Price $26.95

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Rachel Eliza Giffiths
Seeing the Body

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Wilhelm Hauff: Der Kranke, Gedicht

 

Der Kranke

Zitternd auf der Berge Säume
Fällt der Sonne letzter Strahl,
Eingewiegt in düstre Träume
Blickt der Kranke in das Tal,
Sieht der Wolken schnelles Jagen
Durch das trübe Dämmerlicht —
Ach, des Busens stille Klagen
Tragen ihn zur Heimat nicht!
Und mit glänzendem Gefieder
Zog die Schwalbe durch die Luft,
Nach der Heimat zog sie wieder,
Wo ein milder Himmel ruft;
Und er hört ihr fröhlich Singen,
Sehnsucht füllt des Armen Blick,
Ach, er sah sie auf sich schwingen,
Und sein Kummer bleibt zurück.
Schöner Fluß mit blauem Spiegel,
Hörst du seine Klagen nicht?
Sag’ es seiner Heimat Hügel,
Daß des Kranken Busen bricht.
Aber kalt rauscht er vom Strande
Und entrollt ins stille Tal,
Schweiget in der Heimat Lande
Von des Kranken stiller Qual.
Und der Arme stützt die Hände
An das müde, trübe Haupt;
Eins ist noch, wohin sich wende
Der, dem aller Trost geraubt;
Schlägt das blaue Auge wieder
Mutig auf zum Horizont,
Immer stieg ja Trost hernieder
Dorther, wo die Liebe wohnt.
Und es netzt die blassen Wangen
Heil’ger Sehnsucht stiller Quell,
Und es schweigt das Erdverlangen,
Und das Auge wird ihm hell:
Nach der ew’gen Heimat Lande
Strebt sein Sehnen kühn hinauf,
Sehnsucht sprengt der Erde Bande,
Psyche schwingt zum Licht sich auf.

Wilhelm Hauff
(1802 – 1827)
Der Kranke, Gedicht

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Richard Le Gallienne: The Lonely Dancer

 

The Lonely Dancer

I had no heart to join the dance,
I danced it all so long ago–
Ah! light-winged music out of France,
Let other feet glide to and fro,
Weaving new patterns of romance
For bosoms of new-fallen snow.

But leave me thus where I may hear
The leafy rustle of the waltz,
The shell-like murmur in my ear,
The silken whisper fairy-false
Of unseen rainbows circling near,
And the glad shuddering of the walls.

Another dance the dancers spin,
A shadow-dance of mystic pain,
And other partners enter in
And dance within my lonely brain–
The swaying woodland shod in green,
The ghostly dancers of the rain;

The lonely dancers of the sea,
Foam-footed on the sandy bar,
The wizard dance of wind and tree,
The eddying dance of stream and star;
Yea, all these dancers tread for me
A measure mournful and bizarre:

An echo-dance where ear is eye,
And sound evokes the shapes of things,
Where out of silence and a sigh
The sad world like a picture springs,
As, when some secret bird sweeps by,
We see it in the sound of wings.

Those human feet upon the floor,
That eager pulse of rhythmic breath,–
How sadly to an unknown shore
Each silver footfall hurryeth;
A dance of autumn leaves, no more,
On the fantastic wind of death.

Fire clasped to elemental fire,
‘Tis thus the solar atom whirls;
The butterfly in aery gyre,
On autumn mornings, swarms and swirls,
In dance of delicate desire,
No other than these boys and girls.

The same strange music everywhere,
The woven paces just the same,
Dancing from out the viewless air
Into the void from whence they came;
Ah! but they make a gallant flare
Against the dark, each little flame!

And what if all the meaning lies
Just in the music, not in those
Who dance thus with transfigured eyes,
Holding in vain each other close;
Only the music never dies,
The dance goes on,–the dancer goes.

A woman dancing, or a world
Poised on one crystal foot afar,
In shining gulfs of silence whirled,
Like notes of the strange music are;
Small shape against another curled,
Or dancing dust that makes a star.

To him who plays the violin
All one it is who joins the reel,
Drops from the dance, or enters in;
So that the never-ending wheel
Cease not its mystic course to spin,
For weal or woe, for woe or weal.

Richard Le Gallienne
(1866 – 1947)
The Lonely Dancer
From: The lonely Dancer and other Poems, 1913

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Wilhelm Hauff: An Emilie (Gedicht)

 

An Emilie

Zum Garten ging ich früh hinaus,
Ob ich vielleicht ein Sträußchen finde?
Nach manchem Blümchen schaut’ ich aus,
Ich wollt’s für dich zum Angebinde;
Umsonst hatt’ ich mich hinbemüht,
Vergebens war mein freudig Hoffen;
Das Veilchen war schon abgeblüht,
Von andern Blümchen keines offen.

Und trauernd späht’ ich her und hin,
Da tönte zu mir leise, leise
Ein Flüstern aus der Zweige Grün,
Gesang nach sel’ger Geister Weise;
Und lieblich, wie des Morgens Licht
Des Tales Nebelhüllen scheidet,
Ein Röschen aus der Knospe bricht,
Das seine Blätter schnell verbreitet.

»Du suchst ein Blümchen?« spricht’s zu mir,
»So nimm mich hin mit meinen Zweigen,
Bring mich zum Angebinde ihr!
Ich bin der wahren Freude Zeichen.
Ob auch mein Glanz vergänglich sei,
Es treibt aus ihrem treuen Schoße
Die Erde meine Knospen neu,
Drum unvergänglich ist die Rose.

Und wie mein Leben ewig quillt
Und Knosp’ um Knospe sich erschließet,
Wenn mich die Sonne sanft und mild
Mit ihrem Feuerkuß begrüßet,
So deine Freundin ewig blüht,
Beseelt vom Geiste ihrer Lieben,
Denn ob der Rose Schmelz verglüht —
Der Rose Leben ist geblieben.«

Wilhelm Hauff
(1802 – 1827)
An Emilie, Gedicht

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Jakob van Hoddis: Der Visionarr

 

Der Visionarr

Lampe blöck nicht.
Aus der Wand fuhr ein dünner Frauenarm.
Er war bleich und blau geädert.
Die Finger waren mit kostbaren Ringen bepatzt.
Als ich die Hand küßte, erschrak ich:
Sie war lebendig und warm.
Das Gesicht wurde mir zerkratzt.
Ich nahm ein Küchenmesser und zerschnitt ein paar Adern.
Eine große Katze leckte zierlich das Blut vom Boden auf.
Ein Mann indes kroch mit gesträubten Haaren
einen schräg an die Wand gelegten Besenstiel hinauf.

Jakob van Hoddis
(1887 – 1942)
Der Visionarr (Gedicht)

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