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Gertrud Kolmar: Der Engel im Walde

Der Engel im Walde

Gib mir deine Hand, die liebe Hand, und komm mit mir;
Denn wir wollen hinweggehen von den Menschen.
Sie sind klein und böse, und ihre kleine Bosheit haßt und peinigt uns.
Ihre hämischen Augen schleichen um unser Gesicht, und
ihr gieriges Ohr betastet das Wort unseres Mundes.
Sie sammeln Bilsenkraut . . .
So laß uns fliehn
Zu den sinnenden Feldern, die freundlich mit Blumen und
Gras unsere wandernden Füße trösten,
An den Strom, der auf seinern Rücken geduldig wuchtende
Bürden, schwere, güterstrotzende Schiffe trägt,
Zu den Tieren des Waldes, die nicht übelreden.

Komm.
Herbstnebel schleiert und feuchtet das Moos mit dumpf
smaragdenem Leuchten.
Buchenlaub rollt, Reichtum goldbronzener Münzen.
Vor unseren Schritten springt, rote zitternde Flamme,
das Eichhorn nur.
Schwarze gewundene Erlen züngeln am Pfuhl empor in
kupfriges Abendglasten.

Komm.
Denn die Sonne ist nieder in ihre Höhle gekrochen, und ihr
warmer rötlicher Atem verschwebt.
Nun tut ein Gewölb sich auf.
Unter seinem graublauen Bogen zwischen bekrönten Säulen
der Bäume wird der Engel stehn,
Hoch und schmal, ohne Schwingen.
Sein Antlitz ist Leid.
Und sein Gewand hat die Bleiche eisig blinkender Sterne
in Winternächten.
Der Seiende,
Der nicht sagt, nicht soll, der nur ist,
Der keinen Fluch weiß noch Segen bringt und nicht in
Städte hinwallt zu dem, was stirbt :
Er schaut uns nicht
In seinem silbernen Schweigen.
Wir aber schauen ihn,
Weil wir zu zweit und verlassen sind.

Vielleicht
Weht ein braunes, verwelktes Blatt an seine Schulter,
entgleitet;
Das wollen wir aufheben und verwahren, ehe wir weiterziehn.

Komm, mein Freund, mit mir, komm.
Die Treppe in meines Vaters Haus ist dunkel und krumm
und eng, und die Stufen sind abgetreten;
Aber jetzt ist es das Haus der Waise, und fremde Leute wohnen darin.
Nimm mich fort.
Schwer fügt der alte rostige Schlüssel im Tor sich meinen
schwachen Händen.
Nun knarrt es zu.
Nun sieh mich an in der Finsternis, du, von heut meine Heimat.
Denn deine Arme sollen mir bergende Mauern baun,
Und dein Herz wird mir Kammer sein und dein Auge mein
Fenster, durch das der Morgen scheint.
Und es türmt sich die Stirn, da du schreitest.
Du bist mein Haus an allen Straßen der Welt, in jeder
Senke, auf jedem Hügel.
Du Dach, du wirst ermattet mit mir unter glühendem
Mittag lechzen, mit mir erschauern, wenn Schneesturm
peitscht.
Wir werden dürsten und hungern, zusammen erdulden,
Zusammen einst an staubigem Wegesrande sinken und weinen …

Gertrud Kolmar
(1894-1943)
gedicht: Der Engel im Walde

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Stephen King: The Outsider. A Novel

An unspeakable crime. A confounding investigation. At a time when the King brand has never been stronger, he has delivered one of his most unsettling and compulsively readable stories.

An eleven-year-old boy’s violated corpse is found in a town park. Eyewitnesses and fingerprints point unmistakably to one of Flint City’s most popular citizens. He is Terry Maitland, Little League coach, English teacher, husband, and father of two girls. Detective Ralph Anderson, whose son Maitland once coached, orders a quick and very public arrest. Maitland has an alibi, but Anderson and the district attorney soon add DNA evidence to go with the fingerprints and witnesses. Their case seems ironclad.

As the investigation expands and horrifying answers begin to emerge, King’s propulsive story kicks into high gear, generating strong tension and almost unbearable suspense. Terry Maitland seems like a nice guy, but is he wearing another face? When the answer comes, it will shock you as only Stephen King can.

Stephen King is the author of more than fifty books, all of them worldwide bestsellers. His recent work includes The Bill Hodges Trilogy, Revival, and Doctor Sleep. His novel 11/22/63 was named a top ten book of 2011 by The New York Times Book Review and won the Los Angeles Times Book Prize for Mystery/Thriller as well as the Best Hardcover Book Award from the International Thriller Writers Association. He is the recipient of the 2003 National Book Foundation Medal for Distinguished Contribution to American Letters. He lives in Bangor, Maine, with his wife, novelist Tabitha King.

The Outsider
A Novel
By Stephen King (Author)
Language: English
Genre Horror, Crime fiction
Published: May 22, 2018
Publisher: Scribner
Media type Print (hardcover)
Pages 576
ISBN-10: 1501180983
ISBN 978-1501180989
Price $18.90

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Gertrud Kolmar: Die Verlassene (An K. J.)

Die Verlassene
An K. J.

Du irrst dich. Glaubst du, daß du fern bist
Und daß ich dürste und dich nicht mehr finden kann?
Ich fasse dich mit meinen Augen an,
Mit diesen Augen, deren jedes finster und ein Stern ist.

Ich zieh dich unter dieses Lid
Und schließ es zu und du bist ganz darinnen.
Wie willst du gehn aus meinen Sinnen,
Dem Jägergarn, dem nie ein Wild entflieht?

Du läßt mich nicht aus deiner Hand mehr fallen
Wie einen welken Strauß,
Der auf die Straße niederweht, vorm Haus
Zertreten und bestäubt von allen.

Ich hab dich liebgehabt. So lieb.
Ich habe so geweint … mit heißen Bitten …
Und liebe dich noch mehr, weil ich um dich gelitten,
Als deine Feder keinen Brief, mir keinen Brief mehr schrieb.

Ich nannte Freund und Herr und Leuchtturmwächter
Auf schmalem Inselstrich,
Den Gärtner meines Früchtegartens dich,
Und waren tausend weiser, keiner war gerechter.

Ich spürte kaum, daß mir der Hafen brach,
Der meine Jugend hielt – und kleine Sonnen,
Daß sie vertropft, in Sand verronnen.
Ich stand und sah dir nach.

Dein Durchgang blieb in meinen Tagen,
Wie Wohlgeruch in einem Kleide hängt,
Den es nicht kennt, nicht rechnet, nur empfängt,
Um immer ihn zu tragen.

Gertrud Kolmar
(1894-1943)
gedicht: Die Verlassene

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Gertrud Kolmar: Krähen

 

Krähen

Ich will den Tag verbringen in den Feldern,
Will lächerlich wie jene Scheuche stehn;
Die großen Vögel möchten aus den Wäldern
Auch so auf mein Gewand herniederwehn,

Um Schultern krallen, flüstern in mein Ohr
Aus Mären, die im grünen Buch sie lasen,
Von Hugin und von Munin, Tyr und Thor,
Von Yggrasill dem Weltenbaum der Asen,

Und von der Väter Dienstwerk beim Adepten,
Des Roten Leuen Sud, dem Blumengift,
Der Mauerspalte, drein sie bergend schleppten
Des siechen Herrn geheim erfundne Schrift,

Und anderes Gewinde, blumig kraus,
Altfränkisch duftend wie Levkojenblüten,
Was ihnen nachtrab schrieb und Fledermaus
Und was sie selbst in klugen Häuptlein hüten.

Doch manche würden gleich die Scholle hacken
um meine Füße, die zum Kosten lädt
So wie ein Würzbrot, feucht und frisch vom Backen,
Bereitet mit dem blanken Feldgerät,

An weißen mandeln und dem Zitronat,
An Engerlingen sich und Würmern letzen,
Der Süße endlich satt zu Rast und Rat
Und schweigend sich auf meine Hände setzen.

Und einmal schlügen Schwärme, Riesenwehe,
Den wilden Flug aus Mitternacht mir nah
Mit harten Liedern, die nur ich verstehe,
In ihrem scharfen, ungefügen Krah,

Mit unheilvollem Braus im düstren Kleid
Und mit erzürntem, drohendem Bewegen;
So fielen sie in gotteslose Zeit
Und auf die Länder als ein schwarzer Regen,

Die Welt verstummte. Bis der Weiler stöhnte.
Und weithin klagte heulend eine Stadt
Zerfreßnes Auge, das den Vater höhnte
Und seiner Mutter Herz verstoßen hat.

Gertrud Kolmar
(1894-1943)
gedicht: Krähen

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Mark Kurlansky: 1968. The Year That Rocked the World

To some, 1968 was the year of sex, drugs, and rock and roll. Yet it was also the year of the Martin Luther King, Jr., and Bobby Kennedy assassinations; the riots at the Democratic National Convention in Chicago; Prague Spring; the antiwar movement and the Tet Offensive; Black Power; the generation gap; avant-garde theater; the upsurge of the women’s movement; and the beginning of the end for the Soviet Union.

In this monumental book, Mark Kurlansky brings to teeming life the cultural and political history of that pivotal year, when television’s influence on global events first became apparent, and spontaneous uprisings occurred simultaneously around the world. Encompassing the diverse realms of youth and music, politics and war, economics and the media, 1968 shows how twelve volatile months transformed who we were as a people–and led us to where we are today.

Mark Kurlansky is the New York Times bestselling author of many books, including The Food of a Younger Land; Cod: A Biography of the Fish That Changed the World; Salt: A World History; 1968: The Year That Rocked the World; The Big Oyster: History on the Half Shell; and Paper: Paging Through History. He lives in New York City.

Mark Kurlansky:
1968
The Year That Rocked the World
Category: World History
Paperback
2005
480 Pages
$18.00
Random House Trade Paperbacks
ISBN 9780345455826

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Wolfgang Kraushaar: 1968

Ein halbes Jahrhundert ist mittlerweile vergangen seit jenem legendären Jahr 1968.

Wolfgang Kraushaar, der wohl beste Kenner der 68er Bewegung, schildert die Ereignisse jenes Jahres und ihre Nachwirkungen, charakterisiert die Wortführer – Reformer und Revoluzzer –, zeigt die globale Dimension der Studentenrevolte und zieht ein politisches Fazit.

Besondere Kapitel sind dem Sound der Revolte, der Revolte der Frauen und den Lebensbahnen derer gewidmet, die 1968 eine herausragende Rolle spielten.

Wolfgang Kraushaar, geb. 1948, studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik. Seit 1987 arbeitet er am Hamburger Institut für Sozialforschung. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Untersuchung von Protest und Widerstand in der Geschichte der Bundesrepublik und der DDR.

Kraushaar, Wolfgang:
1968.
100 Seiten
Reclam
Originalausgabe
Broschiert.
Format 11,4 x 17 cm
100 Seiten
6 Abb. und Infografiken
März 2018
EUR (D) 10,00
ISBN: 978-3-15-020452-8

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Gertrud Kolmar: Komm

Komm

O komm.
Du amethystenes Gewölbe großer Nacht.
O komm.
Du goldgestickte Decke über süßen Broten.
O komm.
Sternsamen, aus dem himmlischen Getreide rieselnd sacht.
O komm.
Du kupferdunkle Schlange, die mit Lebensgeifer spritzt die Toten.
O komm.
Du überm Alltag schwebende, verzückte Melodie,
O komm.
Ich möchte einmal dich mit Lippen fassen, eh ich sterbe.
O komm.
Du meine braune Rose. Solche gab es nie.
O komm.
Du samtner Taumund voll unsäglich süßer Herbe.
O komm.
Grau riesenhafter Turm, der in die Öden floh.
O komm.
Ich duck mit Schleierkäuzen mich am Fenster ohne Scheibe.
O komm.
Du steinernes Gesetz, das bröckelnd stürzte irgendwo.
O komm.
Ich richte die geborstne Tafel auf an finstrer Eibe.
O komm.
Du Zauberspange, die der unverstandne Spruch durchflicht.
O komm.
Mein Haupt in Ruhe, meine Stirn in Schlaf zu schließen.
O komm.
Du blauer Brunnen, der aus jeder Blume eine schöne Iris bricht.
O komm.
Du Regenbogenweinen, grasgesäumtes Fließen.
O komm.
Mein Kind. O komm, o komm, du Kind.
O komm.
Mein hohler Paukenschlag kann mich nicht mehr betäuben.
O komm.
Und willst du nicht, so nimm mich in den Wind.
O komm.
Und laß mich überm Meere, Ockersand, verstäuben.

Gertrud Kolmar
(1894-1943)
gedicht: Komm

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Fabrice Luchini: Comédie française. Ça a débuté comme ça

Il nous a fait redécouvrir La Fontaine, Rimbaud et Céline.

Il incarne l’esprit et le panache de la langue française. En prose, en vers et même en verlan, il a donné sa voix à d’immenses auteurs, auxquels il sait faire respirer l’air de notre temps – en racontant la fureur du Misanthrope à l’ère du téléphone portable, ou la sensualité de “La Laitière et le pot au lait” sur l’air d’une publicité pour Dim.

Il a quitté l’école à quatorze ans pour devenir apprenti coiffeur. Il est aujourd’hui l’un de nos plus grands comédiens, célébré pour ses lectures-spectacles, couronné par la Mostra de Venise pour son rôle dans son dernier film, L’Hermine.

Dans son autobiographie, Fabrice Luchini livre le récit d’une vie placée sous le signe de la littérature, à la recherche de la note parfaite.

Fabrice Luchini est né à Paris en 1951. Lancé par Philippe Labro et Éric Rohmer alors qu’il est encore apprenti coiffeur, révélé par le film La Discrète, en 1990, il est l’un des plus grands acteurs français. Il donne depuis plus de vingt ans des spectacles, désormais entrés dans la légende, consacrés aux auteurs qu’il aime. Il a été sacré meilleur acteur à la Mostra de Venise pour son rôle dans L’Hermine de Christian Vincent.  Comédie française est son premier livre.

Fabrice Luchini
Comédie française
Ça a débuté comme ça
Paru le 02/03/2016
Genre: Essais littéraires
256 pages
135 x 210 mm
Broché
ISBN-10: 2081379171
ISBN-13: 978-2081379176
€19,00
Ed. Flammarion

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Gertrud Kolmar: Komm

Komm

Du hast meinem Munde die reife Granatfrucht geschenkt,
Des Apfels starken Saft, erzeugende Kerne,
Hast in die Himmelsgründe kristallen wachsender Sterne
Wurzeln des Rebstocks versenkt.

Blau schwellen Trauben: koste.

Siehe, ich bin ein Garten, den du gen Abend erreicht,
Fiebrige Arme an schlanker silberner Pforte zu kühlen,
Im verstummten Geäst Aprikose zu fühlen,
Bin unterm südlichen Hauch, der die Ruhende streicht,

Eine schmale, blasse Wiese.

Erschauerndes Gräsergefilde, lieg ich bereit und bloß;
Mitternachtsglut schloß mir Lippen bebender Winde zu,
Doch die verborgenste Blüte öffnet den purpurnen Schoß:
Du.

Du … komm…

Spüre, ich bin die Frau; meine klugen Finger erfüllen
Milchiges Porzellan mit Gewürzen der Lust,
Gießen zaubrisches Naß. Du spreitest aus Hüllen
Schlagenden Fittich, taumelst an meine Brust,

Sinkst, ein großes, lastendes Glück, in Tiefen.

Sanfter nun trägt dich die Flut, streichelt lässig die Flanken
Wuchtendem Schiffe, das drüben im Hafen war
Mit ragenden Schornsteintürmen, Masten hoher Gedanken;
Fühlst du die Möwe wehn dir durch rauchig wirbelndes
Haar?

Gertrud Kolmar
(1894-1943)
gedicht: Komm

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Catherine Millet: Aimer Lawrence

“Il fallait bien qu’un jour je croise la route de Lady Chatterley. J’ai fait mieux, je suis tombée amoureuse de celui qui l’imagina, D. H. Lawrence, à cause de sa figure de mauvais coucheur, à cause de l’extraordinaire sensibilité de son “écriture androgyne” dont parlait Anaïs Nin.

Pendant deux ans, je n’ai pas quitté cet amateur des grands espaces qui, lorsqu’il écrivait, ne s’est jamais encombré des barrières du surmoi. J’ai voulu faire redécouvrir cet auteur célèbre qui n’est plus assez lu, contemporain des suffragettes, et qui vécut entouré de femmes libres. Il avait compris qu’au vortex de leur émancipation et de leurs revendications se trouvait le plein accomplissement de leur jouissance sexuelle.”  Catherine Millet.

Catherine Millet
Aimer Lawrence
Paru le 20/09/2017
Genre: Essais littéraires
304 pages
138 x 210 mm
Broché
ISBN-10: 2081372614
ISBN-13: 978-2081372610
€21,00
Editeur : Flammarion
Langue : Français

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Out now: Kerouac on Record. A Literary Soundtrack

 

Out now:
Kerouac on Record ◊ A Literary Soundtrack
Edited by Simon Warner and Jim Sampas

Co-edited by Jack Kerouac’s nephew, including pieces written by Kerouac himself as well as interviews from major literary and musical figures including Allen Ginsberg, Lee Konitz and David Amram, Kerouac on Record gives a unique insight into how Kerouac brought his passion for jazz to his full creative output.

Kerouac on Record is the touchstone for the music of Kerouac – Kerouac’s love for music, the depth of its influence on his work, and the influence that his work continues to extend to waves of contemporary musicians, from David Bowie and Janis Joplin to Sonic Youth. It is a book rife with the work of cultural icons, essential for any fan of the Beat Generation and popular music alike.

About Kerouac on Record
He was the leading light of the Beat Generation writers and the most dynamic author of his time, but Jack Kerouac also had a lifelong passion for music, particularly the mid-century jazz of New York City, the development of which he witnessed first-hand during the 1940s with Charlie Parker, Dizzy Gillespie and Thelonious Monk to the fore.

The novelist, most famous for his 1957 book On the Road, admired the sounds of bebop and attempted to bring something of their original energy to his own writing, a torrent of semi-autobiographical stories he published between 1950 and his early death in 1969.

Yet he was also drawn to American popular music of all kinds – from the blues to Broadway ballads – and when he came to record albums under his own name, he married his unique spoken word style with some of the most talented musicians on the scene.

Kerouac’s musical legacy goes well beyond the studio recordings he made himself: his influence infused generations of music makers who followed in his work – from singer-songwriters to rock bands.

Some of the greatest transatlantic names – Bob Dylan and the Grateful Dead, Van Morrison and David Bowie, Janis Joplin and Tom Waits, Sonic Youth and Death Cab for Cutie, and many more – credited Kerouac’s impact on their output.

In Kerouac on Record, we consider how the writer brought his passion for jazz to his prose and poetry, his own record releases, the ways his legacy has been sustained by numerous more recent talents, those rock tributes that have kept his memory alive and some of the scores that have featured in Hollywood adaptations of the adventures he brought to the printed page.

1. Jack Kerouac’s Jazz Scene Jim Burns – 2. 2nd Chorus: Blues: Jack Kerouac Larry Beckett – 3. Duet for Saxophone and Pen: Lee Konitz and the Direct Influence of Jazz on the Development of Jack Kerouac’s ‘Spontaneous Prose’ Style Marian Jago Interview 1: Lee Konitz Marian Jago – 4. Jack Kerouac Goes Vinyl: A Sonic Journey into Kerouac’s Three LPs: Poetry for the Beat Generation; Blues and Haikus; and Readings by Jack Kerouac on the Beat Generation Jonah Raskin  – 5. Art Music: Listening to Kerouac’s ‘Mexico City Blues’ A. Robert Lee Interview 2: David Amram Pat Thomas – 6. Beat Refrains: Music, Milieu and Identity in Jack Kerouac’s The Subterraneans, the Metro-Goldwyn-Mayer Film Adaptation Michael Prince – 7. Bob Dylan’s Beat Visions (Sonic Poetry) Michael Goldberg – 8. Carrying a Torch for Ti Jean Paul Marion Interview 3: Richard Meltzer Michael Goldberg – 9. The Grateful Dead: Jack Manifested as Music Brian Hassett – 10. Driver Mark Bliesener – 11. Jim Morrison/Angel of Fire Jay Jeff Jones – 12. Light is Faster than Sound: Texans, the Beats and the San Francisco Counterculture Holly George-Warren – 13. Hit the Road, Jack: Van Morrison and On the Road Peter Mills – 14. Detecting Jack Kerouac and Joni Mitchell: A Literary/Legal (Not Musicological) Investigation into the Search for Influence Nancy Grace – 15. Kerouac and Country Music Matt Theado – 16. ‘Straight from the Mind to the Voice’: Spectral Persistence in Jack Kerouac and Tom Waits Douglas Field Interview 4: Barney Hoskyns Simon Warner – 17. From Beat Bop Prosody to Punk Rock Poetry: Patti Smith and Jack Kerouac; Literature, Lineage, Legacy Ronna Johnson Poems: Marc Zegans  Interview 6: Allen Ginsberg Pat Thomas – 18. Tramps Like Them: Jack and Bruce and the Myth of the American Road Simon Morrison Interview 5: Graham Parker Pat Thomas – 19. Punk and New Wave James Sullivan – Interview 7: Jim DeRogatis on Lester Bangs James Sullivan – 20. The Tribute Recordings Jim Sampas and Simon Warner  –  Jack Kerouac Biography –  Jack Kerouac Discography Dave Moore  –  Tribute Discography –  Kerouac/Cassady Song List Dave Moore/Horst Spandler

Simon Warner
is a journalist, lecturer and broadcaster who teaches Popular Music Studies at the University of Leeds in the UK. He has, over a number of years, written live reviews and counterculture obituaries for The Guardian and The Independent, and has a particular interest in the relationship between the Beat Generation writers–Jack Kerouac, Allen Ginsberg, William Burroughs and others–and rock culture. His previous books include Rockspeak: The Language of Rock and Pop (1996) and Howl for Now: A Celebration of Allen Ginsberg’s epic protest poem (2005). – Writes: Popular Music, North American Literature – Author of : Kerouac on Record, Text and Drugs and Rock ‘n’ Roll

Jim Sampas
is a music and film producer. His musical works often focuses on major cultural figures such Jack Kerouac (who is his Uncle), The Beatles, Bruce Springsteen, The Smiths, Bob Dylan, and The Rolling Stones. He has persuaded a galaxy of stars to partake of a unique aesthetic marriage, as vintage works are resurrected in contemporary arrangements in projects covered by such major news outlets as People Magazine, NPR, The New York Times, Entertainment Weekly, Rolling Stone, and many others. – Writes: Popular Music, North American Literature – Author of: Kerouac on Record

Following Text and Drugs and Rock ‘n’ Roll: The Beats and Rock Culture (2013), Simon Warner partners with Literary Executor of the Estate of Jack Kerouac, Jim Sampas, to go deeper into his exploration of the connections between the great figures of the Beat generation and the music of the so-called ‘rock era.’ Interspersed with exclusive interviews of the likes of Lee Konitz, Graham Parker, Lester Bangs, and Allen Ginsberg, the twenty chapters are signed by an impressive array of journalists, music industry professionals, rock critics, writers, film makers and academics from all over the world. Addressing such issues as the influence of jazz on Kerouac’s ‘spontaneous prose’ style, the lineage between his ‘Beat bop prosody’ and Patti Smith‘s ‘punk rock poetry,’ or his inspiring ‘the myth of the American road’ in Bruce Springsteen’s lyrics, they shed light on what appears to be a two-way relationship between popular music and the work of the author of On the Road. As Warner puts it: ‘if, for Kerouac, it was jazz that would have the principal impact, then it was rock on which the writer would have the main effect.’” – Olivier Julien, Lecturer in the History and Musicology of Popular Music, Paris-Sorbonne University, France

Kerouac on Record
A Literary Soundtrack
By: Simon Warner, Jim Sampas
Published: 08-03-2018
Format: Hardback
Edition: 1st
Extent: 480
ISBN: 9781501323348
Imprint: Bloomsbury Academic
Dimensions: 229 x 152 mm
RRP: £28.00

Kerouac on Record
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Gertrud Kolmar: Du

 

Du

Du. Ich will dich in den Wassern wecken!
Du. Ich will dich aus den Sternen schweißen!
Du. Ich will dich von dem Irdnen lecken,
Eine Hündin! Dich aus Früchten beißen,
Eine Wilde! Du. Ich will so vieles –
Liebes. Liebstes. Kannst du dich nicht spenden?
Nicht am Ende des Levkojenstieles
Deine weiße Blüte zu mir wenden?

Sieh, ich ging so oft auf harten Wegen,
Auf verpflastert harten, bösen Straßen;
Ich verdarb, verblich an Glut und Regen,
Schluchzend, stammelnd: “. . . über alle Maßen . . .”
Und die Pauke und das Blasrohr lärmten,
Und ich kam mit einer goldnen Kette,
Tanzte unter Lichtern, die mich wärmten,
Schönen Lichtern auf der Schädelstätte.

Und ich möchte wohl in Gärten sitzen,
Auch den Wein wohl trinken aus der Kelter,
Doch die Lider klafften, trübe Ritzen,
Und ich ward in Augenblicken älter.
Und auf meinen Leichnam hingekrochen
Ist die Schnecke träger Arbeitstage,
Zog den Schleimpfad dünner grauer Wochen,
Schlaffer Freude und geringer Plage.

In den Wäldern bin ich umgetrieben.
Ich verriet den Vögeln deinen Namen,
Doch die Vögel sind mir ferngeblieben;
Wenn ich weinte, zirpte keiner: Amen.
Und die Scheckenkühe an den Rainen
Grasten fort mit seltnem Häupterheben.
Da entfloh ich wieder zu den Steinen,
Die mir dieses Kind, mein Kind nicht geben.

Einmal muß ich noch im Finstren kauern
Und das Göttliche zu mir versammeln,
Es beschwören durch getünchte Mauern,
Seinem Ausgang meine Tür verrammeln,
Bis zum bunten Morgen mit ihm ringen.
Ach, es wird den Segen nimmer sprechen,
Nur mit seinem Schlag der erznen Schwingen
Diese flehnde Stirn in Stücke brechen…

Gertrud Kolmar
(1894-1943)
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