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Archive M-N

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Sérgio Monteiro de Almeida – Poema visual: Presentation 10

 

Sérgio Monteiro de Almeida

Poema visual: Presentation 10 (from the kaleidoscope series)

 

Sérgio Monteiro de Almeida cv:
Curitiba, Brazil (1964). Intermedia visual poet and conceptual artist. – He has published in numerous anthologies and specialized magazines in Brazil and outside; participated in exhibitions of visual poetry as International Biennial of Visual and Alternative Poetry in Mexico (editions from 1987 to 2010); Post-Art International Exhibition of Visual / Experimental Poetry, San Diego State University-USA (1988); 51 and 53 Venice Biennial (2005 and 2009). – He published in 2007 the book Sérgio Monteiro de Almeida with a global vision about his work as a visual artist and poet. – This book was incorporated into the “Artist Books” collection of the New York City Library (USA). – Author of the CD of kinetic visual poems (EU) NI/IN VERSO (still unpublished). – He presented urban interventions in Curitiba, San Diego, Seattle, New York, Paris, Rome. – In 2014 and 2015 visual poems published in the Rampike experimental literature magazine of the University of Windsor, Canada. – He recently had his poems published in Jornal Candido (n. 64) and Relevo (2015 and 2016).

More about his work:
Livro eletrônico http://issuu.com/boek861/docs/sergio_monteiro_libro;
Enciclopédia Itaú Cultural de artes visuais www.itaucultural.com.br;
Videos no Youtube: http://www.youtube.com/user/SergioMAlmeida

Sérgio Monteiro de Almeida
Curitiba – PR – Brazil
email: sergio.ma@ufpr.br

fleursdumal.nl magazine

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Lieke MARSMAN: Man met hoed, gedichten 2005 – 2017

De poëzie van Lieke Marsman heeft altijd veel begrip voor de lezer. Dat levert een vorm van vervreemding op die bijzonder is, maar niet oncomfortabel.

Hoe weet ze dat nu? ben je vaak geneigd te denken als je de gedichten van Marsman leest. In Man met hoed zijn haar eerste twee bundels bijeengebracht: Wat ik mijzelf graag voorhoud en De eerste letter.

Een simpele daad van rechtvaardigheid, want deze bundels horen er gewoon te zijn.

De bundels worden bovendien aangevuld met vroeg en minder vroeg werk, en met enkele vertalingen die misschien een voorzichtig antwoord geven op de vraag hoe ze het allemaal weet. Man met hoed is een aangename ontmoeting met een dichter.

Lieke Marsman (’s-Hertogenbosch, 1990) is filosoof en een van de populairste en meest gelauwerde dichters van haar generatie.

Ze is een graag geziene gast op podia als Lowlands en De Nacht van de Poëzie en haar gedichten en essays verschenen onder meer in De Gids, Tirade en Vrij Nederland.

Voor haar meermaals herdrukte debuutbundel Wat ik mijzelf graag voorhoud ontving Marsman in 2011 onder meer de C. Buddingh’-prijs en de Lucy B. en C.W. van der Hoogtprijs. Haar tweede dichtbundel De eerste letter verscheen in 2014..

Lieke Marsman
Man met hoed
gedichten 2005 – 2017
Atlas Contact, juni 2017
192 pagina’s
hardcover € 24,99
ISBN 9789025450892

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NOVALIS: Klagen eines Jünglings

Novalis
Klagen eines Jünglings

Nimmer schwanden undankbar die Freuden
Traumgleich mir in öde Fernen hin;
Jede färbte, lieblicher im Scheiden,
Mit Erinnrung meinen trunknen Sinn;
Mit Erinnrung, die, statt zu ermüden,
Neue, heilge Wonne mir entschloß,
Und mir süßen jugendlichen Frieden
Um die rebengrünen Schläfe goß.

Seit ich mehr aus schöner Wangen Röte
Mehr aus sanften, blauen Augen las,
Oft, wenn schon die scharfe Nachtluft wehte
Im beseeltern Traume mich vergaß;
Meinem Herzen nachbarlicher, wärmer,
Da den Schlag der Nachtigall empfand,
Und entfernt von meinem Klärchen ärmer
Mich als jeder dürftge Pilger fand:

Lachet, ewge Gottheit in dem Blicke,
Mich mein sonnenschönes Leben an,
Amor täuscht mich nicht mit List und Tücke,
Ganymeda nicht mit kurzem Wahn;
Jedes Lüftchen nähert sich mir milder,
Das dort Blüten wild herunter haucht;
Üppig drängen immer frische Bilder
Sich zu mir, in Rosenöl getaucht.

Zypris Tauben warten schon mit Kränzen
Und mit Traubenbechern meiner dort,
Und in leichtverschlungnen Freudentänzen
Reißet Amors Bruderschwarm mich fort.
Von der Grazien und Musen Lippen
Schmachtet mir entgegen mancher Kuß;
Götterwonne kann ich selig nippen,
Schwelgen da im freundlichsten Genuß.

Dennoch lodern öfters Purpurgluten
Mir um meine Wang und meine Stirn,
Wenn sich unter Stürmen, unter Fluten,
Wie des Abends leuchtendes Gestim,
Mir, umstrahlt von echter Freiheit Kranze,
Eines edlen Dulders Seele zeigt,
Den der Himmel nicht in seinem Glanze
Nicht die Höll in ihren Nächten beugt.

Kraftlos fühl ich mich von dem Geschicke
Zum unmännlichern Genuß verdammt;
Vor Gefahren beb ich feig zurücke
Weil nicht Mut in meinem Busen flammt.
Weibisch hat das Schicksal mich erzogen,
Nicht sein Liebling, nur sein Sklav bin ich;
Amor hat mich schmeichlerisch umflogen
Statt der Sorge, die mir stets entwich.

Statt der ernstern, rühmlicheren Lanze
Wieget einen Hirtenstab mein Arm;
Nimmer wurde mir im Waffentanze
Aber oft im bunten Reigen warm:
Alle großen, strahlenden Gefahren
Hat mein Schicksal von mir abgewandt,
Und nur unter frohe Mädchenscharen
Statt in Feindes Haufen mich gesandt.

Parze, hast du jemals deine Spindel
Nach dem Flehn des Erdensohns gedreht,
Dem kein bald entwichner Zauberschwindel,
Um die flammendheißen Schläfe weht:
O! so nimm, was Tausende begehrten,
Was mir üppig deine Milde lieh,
Gib mir Sorgen, Elend und Beschwerden,
Und dafür dem Geiste Energie.

Ungeduldig soll die Flamme lodern
Meines Dankes dann von dem Altar;
Nichts mehr sollen meine Wünsche fordern,
Frei und gnügsam macht mich die Gefahr;
Doch versagest du mir diese Bitte
O! so kürze, wenn du streng nicht bist,
Mindestens geschwind nur meine Schritte
Nimm dies Leben, das nicht Leben ist.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Klagen eines Jünglings
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NOVALIS: Zu Sophiens Geburtstag

Novalis
Zu Sophiens Geburtstag

Wer ein holdes Weib errungen
Stimme seinen Jubel ein.
Mir ist dieser Wurf gelungen
Töne Jubel – die ist mein.
So hat nie das Herz geschlagen
Nie so hoch und nie so gut.
Künftig neigt vor meinen Tagen
Selbst der Glücklichste den Hut.

Fest umschlingt den Bund der Herzen
Nun der Ring der Ewigkeit,
Und es bricht der Stab der Schmerzen
Am Altar der Einigkeit.
O –! im Himmel ist geschlossen
Unsrer Herzen süßer Bund.
Ist ein beßrer Spruch entflossen
Je des Schicksals weisen Mund?

Dir gehört nun was ich habe,
Was ich denke fühle bin,
Und du nimmst nun jede Gabe
Meines Schicksals für dich hin.
Was ich sucht, hab ich gefunden,
Was ich fand, das fand auch mich,
Und die Geißel meiner Stunden
Zweifelsucht und Leichtsinn wich.

Nimmer soll mein Mund dich loben
Weil mein Herz zu warm dich ehrt.
Tief im Busen aufgehoben
Wohne heimlich mir dein Wert.
Wenn ich wunde Herzen heile
Jede Stunde besser bin
Nie im Guten lässig weile
Dieses Lob nimm dir dann hin.

Liebes Mädchen deiner Liebe
Dank ich Achtung noch und Wert,
Wenn sich unsre Erdenliebe
Schon in Himmelslust verklärt.
Ohne dich wär ich noch lange
Rastlos auf und ab geschwankt,
Und auf meinem Lebensgange
Oft am Überdruß erkrankt.

Wenn nur unsre Mutter wieder
Frisch und ledig bei uns steht
Und im Kreise unsrer Brüder
Stolz die Friedensfahne weht.
Wenn dann noch ein Süßer Trauter
Unsre Lolly fest umschlang –
O –! Dann tönt noch zehnfach lauter
Unsres Jubels Hochgesang.

Wenig still durchhoffte Jahre
Leiten unverwandt zum Ziel,
Wo am glücklichen Altare
Endet unsrer Wünsche Spiel,
Uns, auf ewig Eins, verschwinden,
Wölkchen gleich, des Lebens Mühn
Und um unsre Herzen winden
Kränze sich von Immergrün.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Zu Sophiens Geburtstag
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NOVALIS: Der Teufel

Novalis
Der Teufel

Ein loser Schalk, in dessen Beutel
Es just nicht allzu richtig stand,
Und der den Spruch, daß leider alles eitel
Auf unserm Runde ist, nur zu bestätigt fand,
Zog einst voll Spekulationen
In eine Stadt en migniatur,
Und schlug an jedes Tor und an die Rathaustür
Ein Avertissement mit vielen Worten schier,
Er werde heut in den Drei Kronen
Um fünf Uhr nachmittags den Teufel jedermann
Vom Ratsherrn bis zum Bettelmann
Für zwanzig Kreuzer präsentieren
Und ohne ihn bevor erst herzukommandieren.
Was Beine hatte, lief zum großen Wundermann,
Und überall war eine Weihnachtsfreude;
Der Bürgermeister schrieb mit Kreide
Den Tag an seiner Türe an,
Und jeder Ratsherr kam mit einem Galakleide
Und einer knotigen Perücke angetan,
Und will das Wunder sehn; auch mancher Handwerksmann
Kam hübsch bedächtlich angeschlichen
Und gab die Kreuzer hin, die er den Tag gewann.
Ein Schneider nur ging nicht zum Wundersmann
Und sprach: »Ich seh umsonst den Teufel alle Tage
In meiner jungen Frau zu meiner größten Plage,
Und der ist toller fürwahr als der beim Wundersmann.«
Als endlich männiglichen
Der Held sich mit dem leeren Beutel zeigt
Und erst mit wichtger Miene schweigt
Und dann geheimnisvoll nur wenig Worte saget
Und seine Auditoren fraget,
Ob auch kein Atheist in der Versammlung sei,
Erstieg die Trunkenheit der blöden Phantasei
Den Gipfel, und der Schalk beginnt die Gaukelei.
Nach manchem hocus-pocus ziehet
Der Schalk den Beutel auf und jeglicher bemühet
Sich sehr den Leidigen zu sehn, doch jeder siehet
Nichts auf der Welt –; ein junger Taugenichts,
Der näher stand, ein bel esprit, voll Zweifel
Wie mancher Kandidat, beginnt: »Ich seh ja nichts.«
»Das eben«, rief der Schalk, »das eben ist der Teufel.«

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Der Teufel
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NOVALIS: Armenmitleid

Novalis
Armenmitleid

Sag an, mein Mund, warum gab dir zum Sange
Gott Dichtergeist und süßen Wohlklang zu,
Ja wahrlich auch, daß du im hohen Drange
Den Reichen riefst aus träger, stumpfer Ruh.

Denn kann nicht Sang vom Herzen himmlisch rühren,
Hat er nicht oft vom Lasterschlaf erweckt;
Kann er die Herzen nicht am Leitband führen,
Wenn er sie aus der Dumpfheit aufgeschreckt.

Wohlauf; hört mich ihr schwelgerischen Reichen,
Hört mich doch mehr noch euren innren Ruf,
Schaut um euch her, seht Arme hülflos schleichen,
Und fühlt, daß euch ein Vater nur erschuf.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Armenmitleid
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NOVALIS: Das Gedicht

Novalis
Das Gedicht

Himmlisches Leben im blauen Gewande
Stiller Wunsch in blassem Schein –
Flüchtig gräbt in bunten Sande
Sie den Zug des Namens ein –

Unter hohen festen Bogen
Nur von Lampenlicht erhellt
Liegt, seitdem der Geist entflogen
Nun das Heiligste der Welt.

Leise kündet beßre Tage
Ein verlornes Blatt uns an
Und wir sehn der alten Sage
Mächtige Augen aufgetan.

Naht euch stumm dem ernsten Tore,
Harrt auf seinen Flügelschlag
Und vernehmt herab vom Chore
Wo weissagend der Marmor lag.

Flüchtiges Leben und lichte Gestalten
Füllten die weite, leere Nacht
Nur von Scherzen aufgehalten
Wurden unendliche Zeiten verbracht –

Liebe brachte gefüllte Becher
Also perlt in Blumen der Geist
Ewig trinken die kindlichen Zecher
Bis der geheiligte Teppich zerreißt.

Fort durch unabsehliche Reihn
Schwanden die bunten rauschenden Wagen
Endlich von farbigen Käfern getragen
Kam die Blumenfürstin allein[.]

Schleier, wie Wolken zogen
Von der blendenden Stirn zu den Füßen
Wir fielen nieder sie zu grüßen
Wir weinten bald – sie war entflogen.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Das Gedicht
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NOVALIS: Geschichte der Poesie

Novalis
Geschichte der Poesie

Wie die Erde voller Schönheit blühte,
Sanftumschleiert von dem Rosenglanz
Ihrer Jugend und noch bräutlich glühte
Aus der Weihumarmung, die den Kranz
Ihrer unenthüllten Kindheit raubte,
Jeder Wintersturm die Holde mied,
O! da säuselte durch die belaubte
Myrte Zephir sanft das erste Lied.

Eva lauschte im Gebüsch daneben
Und empfand mit Jugendphantasie
Dieser Töne jugendliches Leben
Und die neugeborne Harmonie,
Süßen Trieb empfand auch Philomele
Leise nachzubilden diesen Klang;
Mühelos entströmet ihrer Kehle
Sanft der göttliche Gesang.

Himmlische Begeistrung floß hernieder
In der Huldin reingestimmte Brust,
Und ihr Mund ergoß in Freudenlieder
Und in Dankgesängen ihre Lust,
Tiere, Vögel, selbst die Palmenäste
Neigten staunender zu ihr sich hin,
Alles schwieg, es buhlten nur die Weste
Froh um ihre Schülerin.

Göttin Dichtkunst kam in Rosenblüte
Hoher Jugend eingehüllt herab
Aus dem Äther, schön wie Aphrodite,
Da ihr Ozean das Dasein gab.
Goldne Wölkchen trugen sie hernieder,
Sie umfloß der reinste Balsamduft,
Kleine Genien ertönten Lieder
In der tränenlosen Luft.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Geschichte der Poesie
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Sérgio Monteiro de Almeida – Poema visual: A Cruz q carrego

 

Sérgio Monteiro de Almeida

Poema visual
A Cruz q carrego

 

Sérgio Monteiro de Almeida cv:
Curitiba, Brazil (1964). Intermedia visual poet and conceptual artist. – He has published in numerous anthologies and specialized magazines in Brazil and outside; participated in exhibitions of visual poetry as International Biennial of Visual and Alternative Poetry in Mexico (editions from 1987 to 2010); Post-Art International Exhibition of Visual / Experimental Poetry, San Diego State University-USA (1988); 51 and 53 Venice Biennial (2005 and 2009). – He published in 2007 the book Sérgio Monteiro de Almeida with a global vision about his work as a visual artist and poet. – This book was incorporated into the “Artist Books” collection of the New York City Library (USA).  – Author of the CD of kinetic visual poems (EU) NI/IN VERSO (still unpublished). – He presented urban interventions in Curitiba, San Diego, Seattle, New York, Paris, Rome. –  In 2014 and 2015 visual poems published in the Rampike experimental literature magazine of the University of Windsor, Canada. – He recently had his poems published in Jornal Candido (n. 64) and Relevo (2015 and 2016).

More about his work:
Livro eletrônico http://issuu.com/boek861/docs/sergio_monteiro_libro;
Enciclopédia Itaú Cultural de artes visuais  www.itaucultural.com.br;
Videos no Youtube: http://www.youtube.com/user/SergioMAlmeida

Sérgio Monteiro de Almeida
Curitiba – PR – Brazil
email: sergio.ma@ufpr.br

february 2017
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NOVALIS: Letzte Liebe

Novalis
Letzte Liebe

Also noch ein freundlicher Blick am Ende der Wallfahrt,
Ehe die Pforte des Hains leise sich hinter mir schließt.
Dankbar nehm ich das Zeichen der treuen Begleiterin Liebe
Fröhlichen Mutes an, öffne das Herz ihr mit Lust.
Sie hat mich durch das Leben allein ratgebend geleitet,
Ihr ist das ganze Verdienst, wenn ich dem Guten gefolgt,
Wenn manch zärtliches Herz dem Frühgeschiedenen nachweint
Und dem erfahrenen Mann Hoffnungen welken mit mir.
Noch als das Kind, im süßen Gefühl sich entfaltender Kräfte,
Wahrlich als Sonntagskind trat in den siebenten Lenz,
Rührte mit leiser Hand den jungen Busen die Liebe,
Weibliche Anmut schmückt jene Vergangenheit reich.
Wie aus dem Schlummer die Mutter den Liebling weckt mit dem Kusse,
Wie er zuerst sie sieht und sich verständigt an ihr:
Also die Liebe mit mir – durch sie erfuhr ich die Welt erst,
Fand mich selber und ward, was man als Liebender wird.
Was bisher nur ein Spiel der Jugend war, das verkehrte
Nun sich in ernstes Geschäft, dennoch verließ sie mich nicht
Zweifel und Unruh suchten mich oft von ihr zu entfernen,
Endlich erschien der Tag, der die Erziehung vollzog,
Welcher mein Schicksal mir zur Geliebten gab und auf ewig
Frei mich gemacht und gewiß eines unendlichen Glücks.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Letzte Liebe
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Te voet is het heelal drie dagen ver: Na zes jaar een nieuwe dichtbundel van K. MICHEL

kmichel-gedichtenK. MICHEL

(Tilburg 1958) wordt beschouwd als een van de belangrijkste hedendaagse dichters. Hij debuteerde in 1989 met Ja! Naakt als de stenen. Vervolgens verschenen Boem de nacht, dat bekroond werd met de Herman Gorterprijs 1995, en Waterstudies, waarvoor hij maar liefst twee prijzen ontving: de Jan Campertprijs en de VSB Poëzieprijs 2000. Voor zijn bundel Bij eb is je eiland groter kreeg hij in 2011 de Awater Poeziëprijs.

Met een onderbreking van zes jaar verschijnt in 2016 weer een nieuwe dichtbundel: Te voet is het heelal drie dagen ver.

 

voorop
zwemt een piepklein visje
dat gevolgd wordt door
een iets minder klein visje
waarachter eentje
van dertien in een dozijn zwemt
met in zijn spoor
een wat lijviger type
dat op de hielen wordt gezeten door
een tamelijk fors exemplaar
(fragment)

 

K. Michel
Te voet is het heelal drie dagen ver
Paperback 56 blz.
ISBN 9789025447755
Atlas Contact
2016 € 17,99

 

Het is een verrassende bundel, voor de lezer die niet vies is van een beetje avontuur. (…) In de gedichten van Michel zit regelmatig zon rare twist die je even aan het wankelen brengt. (…) Mijn devies: accepteer het raadselachtige, omarm het. – **** het Parool

 

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Een avond over het werk van JEROEN METTES

mettes-jeroen-111Perdu Programma — vrijdag 16 dec 2016 – 20:00 – N30x31 /// I.M. Jeroen Mettes
Een avond over het werk van Jeroen Mettes

Aanvang: 20.00 uur, deur open: 19.30 uur – Entree: 7 / 5 euro (korting geldt voor studenten, stadspashouders, vrienden van Perdu, VvL-leden). Met Alfred Schaffer, Samuel Vriezen, Rozalie Hirs, Hannah van Binsbergen, Fiep van Bodegom, Max Urai, Tonnus Oosterhoff, Johan Herrenberg, Roelof ten Napel, Frans-Willem Korsten, Anne van de Wetering, Lieke Marsman, Maarten van der Graaff, Lara Staal, Saskia de Jong, Çağlar Köseoğlu, Zohra Beldman, Mathijs Tratsaert, Arno van Vlierberghe, Dominique de Groen, Nadia de Vries, Nguyễn Nam Chi, Bram Ieven, Geert Buelens, Aafke Romeijn, Siebe Bluijs, Sophie van den Bergh, Maartje Smits, Frank Keizer, Daniël Rovers, Obe Alkema & Dean Bowen.

De zon gaat onder en in de vijver drijven zwanen, alsof ze van hout zijn, stil tussen de oevers. Terwijl m’n browser ’n applet laadt, laat ik de jaloezieën neer. Ik zag een man – een mens met een gezicht en een geslacht en een manier van kleden en fietsen – en ik dacht: daar gaat een zin!  (J.M.)

mettes-jeroen-112Jeroen Mettes (Eindhoven 1978 – Den Haag 2006) was een Nederlandse dichter, essayist en blogger.

Jeroen Mettes groeide op in Valkenswaard, studeerde filosofie in Utrecht en literatuurwetenschap aan de Universiteit Leiden, waar hij tot 2006 aan een proefschrift werkte over poëtisch ritme.

In 1999 begon hij aan een lang prozagedicht dat hij de naam N30 gaf. Dat was de codenaam van de anti- of andersglobalistische protesten in Seattle tijdens de onderhandelingen van de WTO. De betogers eisten een wereldwijde erkenning van eerlijke handel, vakbonden en milieuwetgeving. Zeven jaar later, in 2006, was er een gedicht ontstaan van zo’n 60.000 woorden lang.

In 2005 startte Jeroen Mettes het blog Poëzienotities. Belangrijk onderdeel van dat blog werd het Dichtersalfabet. Mettes besprak – in alfabetische volgorde – op zijn blog de poëziebundels die hij aantrof in boekhandel Verwijs in zijn woonplaats Den Haag. Hij begon met de A van Anne van Amstel, en zou eindigen bij de G van Goudeseune. Als dichter debuteerde Jeroen Mettes in het tijdschrift Parmentier met de reeks van vier gedichten getiteld ‘In de sfeer van het gestelde’. Als jonge twintiger had hij al prozabijdragen geleverd aan onder meer de tijdschriften Zoetermeer en Passionate.

Eind 2005 trad Mettes toe tot de redactie van het tijdschrift yang (nu nY). Hij was ook vast medewerker van het tijdschrift Parmentier.

Op 21 september 2006 plaatste hij een lege post op zijn blog. Diezelfde dag maakte hij thuis in Den Haag een einde aan zijn leven. Hij liet naast zijn gedichten, essays en zijn blog, een ver gevorderd proefschrift na, met als werktitel The Poetry of the Formless.

# Meer info op website n30.nl blog

Een zekere gerichte vernietiging laat groeven en kraters achter die een kaart schetsen voor een volgend avontuur. Pounds periplum: varend de kusten in kaart brengen, immanente plaatsbepaling. En met de kaart verandert het terrein, met het gedicht verandert de geschiedenis. (J.M.)

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