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TOMBEAU DE LA JEUNESSE – early death: writers, poets & artists who died young

· Pierre L.Th.A. Maréchal: Frans Babylon – herinneringsgewijs · Sibylla SCHWARZ: Die Lieb ist blind, und gleichwohl kan sie sehen · Laurie LANGENBACH: Brieven, dagboeken en een geheime liefde · NOVALIS: Klagen eines Jünglings · Sibylla SCHWARZ: Ein Christliches Sterblied · NOVALIS: Zu Sophiens Geburtstag · Sibylla SCHWARZ: Ach wiltu mich verlassen · Sibylla SCHWARZ: Epigramma · NOVALIS: Der Teufel · The DEATHS of the Poets by Michael Symmons Roberts & Paul Farley · Sibylla SCHWARZ: Ohne die Liebste ist keine Freude · NOVALIS: Armenmitleid

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Pierre L.Th.A. Maréchal: Frans Babylon – herinneringsgewijs

Volgens Pierre Maréchal was de Brabantse dichter Frans Babylon een zieke poète maudit die zowel de poëzie als de kunst stimuleerde te vernieuwen. Brabant liep sterk achter bij de ontwikkelingen.

Uiteindelijk verwierp hij de traditionele dichtstijlen en schreef hij gedichten op gevoel. Met vrienden vormde hij de Bredero-club en stimuleerde hij kunstenaars om zich verder te ontwikkelen. Babylon bevorderde eveneens de ontwikkeling van openbare kunstexposities voor groot publiek.

Naast Brabant en Amsterdam was Frankrijk een geliefde omgeving. Ondanks zijn bipolaire stoornis en dankzij zijn creativiteit bracht Frans Babylon veel tot stand.

Pierre Maréchal werkte onder meer voor de internationale trekvogel-bescherming. Ruim twintig jaar is hij actief bezig met poëzie. Hij schrijft en organiseert maandelijks diverse podia en optredens. De laatste jaren doet hij dit bij de PoëzieClub Eindhoven en de werkgroep ‘Boekenkast’. Frans Babylon – herinneringsgewijs is typisch zo’n onderwerp. Het is een project over een bekende en tegelijk een minder bekende dichter, wiens daden van betekenis waren voor de ontwikkeling van de poëzie en de kunsten in het zuiden van ons land.

Pierre L.Th.A. Maréchal
Frans Babylon – herinneringsgewijs
Biografie Frans Babylon,
pseudoniem van Franciscus Gerardus Jozef Obers (1924 – 1968)
ISBN: 978-94-0223-720-7
Paperback 12,5 x 20 cm
186 pag. – 2017
€ 19,99

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Sibylla SCHWARZ: Die Lieb ist blind, und gleichwohl kan sie sehen

Sibylla Schwarz
Die Lieb ist blind, und gleichwohl kan sie sehen

Die Lieb ist blind, und gleichwohl kan sie sehen,
hat ein Gesicht, und ist doch stahrenblind,
sie nennt sich groß, und ist ein kleines Kind,
ist wohl zu Fuß, und kan dannoch nicht gehen.

Doch diss muß man auff ander’ art verstehen:
sie kan nicht sehn, weil ihr Verstand zerrint,
und weil das Aug des Herzens ihr verschwindt,
so siht sie selbst nicht, was ihr ist geschehen.

Das, was sie liebt, hat keinen Mangel nicht,
wie wohl ihm mehr, als andern, offt gebricht.

Das, was sie liebt, kan ohn Gebrechen leben;
doch weil man hier ohn Fehler nichtes find,
so schließ ich fort: Die Lieb ist sehend blind:
sie siht selbst nicht, und kans Gesichte geben.

Sibylla Schwarz (1621 – 1638)
Gedicht: Die Lieb ist blind, und gleichwohl kan sie sehen
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Laurie LANGENBACH: Brieven, dagboeken en een geheime liefde

Laurie Langenbach (1947-1984) was een veelzijdige persoonlijkheid: ze schreef over popmuziek en mode in bladen als Hitweek en Aloha, richtte de feministische beweging ‘Woman Power’ op en had relaties met Armand, de Griekse zanger Vangelis en de Amsterdamse ‘outsider’ Wally Tax.

In 1977 debuteerde ze als schrijfster met Geheime liefde, waarin ze haar obsessie voor een onbekende ‘hij’ verwoordde. Die ‘hij’ bleek schaker Jan Timman te zijn.

Met haar persoonlijke bekentenisliteratuur – nieuw in de jaren zeventig, de recensenten waren niet mild – had Laurie Langenbach een eigen stem. Door haar vroege dood heeft ze nooit kunnen aantonen of ze daadwerkelijk de Nederlandse Virginia Woolf kon worden, zoals Heere Heeresma haar ooit voorspelde.

Rutger Vahl stelde uit Lauries nalatenschap deze verzameling niet eerder gepubliceerde dagboeknotities en brieven samen, aangevuld met haar roman Geheime liefde.

Auteur: Laurie Langenbach
Brieven, dagboeken en een geheime liefde
Uitgeverij: De Arbeiderspers, Amsterdam
NUR: 321
Paperback, 2017
ISBN: 9789029511827
Prijs: € 27,99

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NOVALIS: Klagen eines Jünglings

Novalis
Klagen eines Jünglings

Nimmer schwanden undankbar die Freuden
Traumgleich mir in öde Fernen hin;
Jede färbte, lieblicher im Scheiden,
Mit Erinnrung meinen trunknen Sinn;
Mit Erinnrung, die, statt zu ermüden,
Neue, heilge Wonne mir entschloß,
Und mir süßen jugendlichen Frieden
Um die rebengrünen Schläfe goß.

Seit ich mehr aus schöner Wangen Röte
Mehr aus sanften, blauen Augen las,
Oft, wenn schon die scharfe Nachtluft wehte
Im beseeltern Traume mich vergaß;
Meinem Herzen nachbarlicher, wärmer,
Da den Schlag der Nachtigall empfand,
Und entfernt von meinem Klärchen ärmer
Mich als jeder dürftge Pilger fand:

Lachet, ewge Gottheit in dem Blicke,
Mich mein sonnenschönes Leben an,
Amor täuscht mich nicht mit List und Tücke,
Ganymeda nicht mit kurzem Wahn;
Jedes Lüftchen nähert sich mir milder,
Das dort Blüten wild herunter haucht;
Üppig drängen immer frische Bilder
Sich zu mir, in Rosenöl getaucht.

Zypris Tauben warten schon mit Kränzen
Und mit Traubenbechern meiner dort,
Und in leichtverschlungnen Freudentänzen
Reißet Amors Bruderschwarm mich fort.
Von der Grazien und Musen Lippen
Schmachtet mir entgegen mancher Kuß;
Götterwonne kann ich selig nippen,
Schwelgen da im freundlichsten Genuß.

Dennoch lodern öfters Purpurgluten
Mir um meine Wang und meine Stirn,
Wenn sich unter Stürmen, unter Fluten,
Wie des Abends leuchtendes Gestim,
Mir, umstrahlt von echter Freiheit Kranze,
Eines edlen Dulders Seele zeigt,
Den der Himmel nicht in seinem Glanze
Nicht die Höll in ihren Nächten beugt.

Kraftlos fühl ich mich von dem Geschicke
Zum unmännlichern Genuß verdammt;
Vor Gefahren beb ich feig zurücke
Weil nicht Mut in meinem Busen flammt.
Weibisch hat das Schicksal mich erzogen,
Nicht sein Liebling, nur sein Sklav bin ich;
Amor hat mich schmeichlerisch umflogen
Statt der Sorge, die mir stets entwich.

Statt der ernstern, rühmlicheren Lanze
Wieget einen Hirtenstab mein Arm;
Nimmer wurde mir im Waffentanze
Aber oft im bunten Reigen warm:
Alle großen, strahlenden Gefahren
Hat mein Schicksal von mir abgewandt,
Und nur unter frohe Mädchenscharen
Statt in Feindes Haufen mich gesandt.

Parze, hast du jemals deine Spindel
Nach dem Flehn des Erdensohns gedreht,
Dem kein bald entwichner Zauberschwindel,
Um die flammendheißen Schläfe weht:
O! so nimm, was Tausende begehrten,
Was mir üppig deine Milde lieh,
Gib mir Sorgen, Elend und Beschwerden,
Und dafür dem Geiste Energie.

Ungeduldig soll die Flamme lodern
Meines Dankes dann von dem Altar;
Nichts mehr sollen meine Wünsche fordern,
Frei und gnügsam macht mich die Gefahr;
Doch versagest du mir diese Bitte
O! so kürze, wenn du streng nicht bist,
Mindestens geschwind nur meine Schritte
Nimm dies Leben, das nicht Leben ist.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Klagen eines Jünglings
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Sibylla SCHWARZ: Ein Christliches Sterblied

Sibylla Schwarz
Ein Christliches Sterblied

Wiltu noch nicht Augen kriegen,
O du gantz verbößte Welt,
Da du doch siehst niederliegen
Manchen außgeübten Helt,
Da du doch offt siehst begraben,
Die es nicht gemeinet haben!

Wie lang wiltu Wollust treiben?
Wielang, meinstu, hastu Zeit?
In der krancken Welt zu bleiben?
Wielang liebstu Uppigkeit?
Da doch einer nach dem andern
Muß auß disem Leben wandern.

Ey, was hastu fur Gedancken,
Wan da so viel Leichen stehn?
Wan da liegen so viel Krancken,
Die den Todt für Augen sehn?
Wan die Götter dieser Erden
Selber auch begraben werden?

Wirstu dich nicht eh bedencken,
Eh der warme Geist entweicht,
So wirstu dich ewig krencken,
Darümb, weil der Todt uns schleicht
Stündlich nach auff allen Seiten,
Soll man sich dazu bereiten.

Gib mir Gott ein Sehlig Ende,
Führ mich durch des Todes Thal,
Nimb mich fest in deine Hende,
Kürtze mir des Todtes Qual,
Laß mein Hertze nicht verzagen
Für des Todes grimmen Plagen!

Laß mir nach die schweren Sünde,
Gib mir deinen Frewdengeist,
Das ich Ruh der Sehlen finde!
Darüm bitt ich allermeist,
Laß mich auch ja nicht berauben,
Sondern mehr mir meinen Glauben!

Hier mein Gott, hie schlag und plage!
Hier, HERR Jesu, reck undt streck!
Hier hier trenne, brenn undt jage!
Hier reiß, schmeiß, krenck. senck undt schreck!
Laß mich hier die Straffe spüren,
Die mir solte dort gebüren!

Sibylla Schwarz (1621 – 1638)
Gedicht: Ein Christliches Sterblied
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NOVALIS: Zu Sophiens Geburtstag

Novalis
Zu Sophiens Geburtstag

Wer ein holdes Weib errungen
Stimme seinen Jubel ein.
Mir ist dieser Wurf gelungen
Töne Jubel – die ist mein.
So hat nie das Herz geschlagen
Nie so hoch und nie so gut.
Künftig neigt vor meinen Tagen
Selbst der Glücklichste den Hut.

Fest umschlingt den Bund der Herzen
Nun der Ring der Ewigkeit,
Und es bricht der Stab der Schmerzen
Am Altar der Einigkeit.
O –! im Himmel ist geschlossen
Unsrer Herzen süßer Bund.
Ist ein beßrer Spruch entflossen
Je des Schicksals weisen Mund?

Dir gehört nun was ich habe,
Was ich denke fühle bin,
Und du nimmst nun jede Gabe
Meines Schicksals für dich hin.
Was ich sucht, hab ich gefunden,
Was ich fand, das fand auch mich,
Und die Geißel meiner Stunden
Zweifelsucht und Leichtsinn wich.

Nimmer soll mein Mund dich loben
Weil mein Herz zu warm dich ehrt.
Tief im Busen aufgehoben
Wohne heimlich mir dein Wert.
Wenn ich wunde Herzen heile
Jede Stunde besser bin
Nie im Guten lässig weile
Dieses Lob nimm dir dann hin.

Liebes Mädchen deiner Liebe
Dank ich Achtung noch und Wert,
Wenn sich unsre Erdenliebe
Schon in Himmelslust verklärt.
Ohne dich wär ich noch lange
Rastlos auf und ab geschwankt,
Und auf meinem Lebensgange
Oft am Überdruß erkrankt.

Wenn nur unsre Mutter wieder
Frisch und ledig bei uns steht
Und im Kreise unsrer Brüder
Stolz die Friedensfahne weht.
Wenn dann noch ein Süßer Trauter
Unsre Lolly fest umschlang –
O –! Dann tönt noch zehnfach lauter
Unsres Jubels Hochgesang.

Wenig still durchhoffte Jahre
Leiten unverwandt zum Ziel,
Wo am glücklichen Altare
Endet unsrer Wünsche Spiel,
Uns, auf ewig Eins, verschwinden,
Wölkchen gleich, des Lebens Mühn
Und um unsre Herzen winden
Kränze sich von Immergrün.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Zu Sophiens Geburtstag
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Sibylla SCHWARZ: Ach wiltu mich verlassen

Sibylla Schwarz
Ach wiltu mich verlassen

Ach wiltu mich verlassen,
O liebste Galate?
du meinst, die ich nicht seh,
die müß ich auch fort hassen;

Nein, ich lieb solcher massen,
daß ich für dich vergeh,
und schmeltze, wie der Schne,
den Phebus pflegt zu fassen.

Du bist mein Freud und Wonn’
und meines Hertzens Sonn’!

Ach sih’, ich bin ergeben
dem, das du wenig liebst,
und darüm mich betrübst,
dem losen Venus Leben.

Sibylla Schwarz (1621 – 1638)
Gedicht: Ach wiltu mich verlassen
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Sibylla SCHWARZ: Epigramma

Sibylla Schwarz
Epigramma

Du meinst ich soll dein noch gedencken und dich lieben,
ob du mich schon verläst, ey sey doch nicht so toll,
Ich habe dir ja offt vor disem schon geschrieben:
Daß niemand Eysen, Stein und Klöze lieben soll.

Sibylla Schwarz (1621 – 1638)
Gedicht: Epigramma
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NOVALIS: Der Teufel

Novalis
Der Teufel

Ein loser Schalk, in dessen Beutel
Es just nicht allzu richtig stand,
Und der den Spruch, daß leider alles eitel
Auf unserm Runde ist, nur zu bestätigt fand,
Zog einst voll Spekulationen
In eine Stadt en migniatur,
Und schlug an jedes Tor und an die Rathaustür
Ein Avertissement mit vielen Worten schier,
Er werde heut in den Drei Kronen
Um fünf Uhr nachmittags den Teufel jedermann
Vom Ratsherrn bis zum Bettelmann
Für zwanzig Kreuzer präsentieren
Und ohne ihn bevor erst herzukommandieren.
Was Beine hatte, lief zum großen Wundermann,
Und überall war eine Weihnachtsfreude;
Der Bürgermeister schrieb mit Kreide
Den Tag an seiner Türe an,
Und jeder Ratsherr kam mit einem Galakleide
Und einer knotigen Perücke angetan,
Und will das Wunder sehn; auch mancher Handwerksmann
Kam hübsch bedächtlich angeschlichen
Und gab die Kreuzer hin, die er den Tag gewann.
Ein Schneider nur ging nicht zum Wundersmann
Und sprach: »Ich seh umsonst den Teufel alle Tage
In meiner jungen Frau zu meiner größten Plage,
Und der ist toller fürwahr als der beim Wundersmann.«
Als endlich männiglichen
Der Held sich mit dem leeren Beutel zeigt
Und erst mit wichtger Miene schweigt
Und dann geheimnisvoll nur wenig Worte saget
Und seine Auditoren fraget,
Ob auch kein Atheist in der Versammlung sei,
Erstieg die Trunkenheit der blöden Phantasei
Den Gipfel, und der Schalk beginnt die Gaukelei.
Nach manchem hocus-pocus ziehet
Der Schalk den Beutel auf und jeglicher bemühet
Sich sehr den Leidigen zu sehn, doch jeder siehet
Nichts auf der Welt –; ein junger Taugenichts,
Der näher stand, ein bel esprit, voll Zweifel
Wie mancher Kandidat, beginnt: »Ich seh ja nichts.«
»Das eben«, rief der Schalk, »das eben ist der Teufel.«

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Der Teufel
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The DEATHS of the Poets by Michael Symmons Roberts & Paul Farley

What is the price of poetry? An examination of how the deaths of great poets have shaped our culture’s distorted sense of poetry.

From Chatterton’s Pre-Raphaelite demise to Keats’ death warrant in a smudge of arterial blood; from Dylan Thomas’s eighteen straight whiskies to Sylvia Plath’s desperate suicide in the gas oven of her Primrose Hill kitchen or John Berryman’s leap from a bridge onto the frozen Mississippi, the deaths of poets have often cast a backward shadow on their work.

The post-Romantic myth of the dissolute drunken poet – exemplified by Thomas and made iconic by his death in New York – has fatally skewed the image of poets in our culture. Novelists can be stable, savvy, politically adept and in control, but poets should be melancholic, doomed and self-destructive. Is this just a myth, or is there some essential truth behind it: that great poems only come when a poet’s life is pushed right to an emotional knife-edge of acceptability, safety, security? What is the price of poetry? In this book, two contemporary poets undertake a series of journeys – across Britain, America and Europe – to the death places of poets of the past, in part as pilgrims, honouring inspirational writers, but also as investigators, interrogating the myth. The result is a book that is, in turn, enlightening and provocative, eye-wateringly funny and powerfully moving.

Michael Symmons Roberts‘s sixth collection of poetry, Drysalter, was the winner of both the Forward Prize and the Costa Poetry Prize in 2013. He has published two novels, and is Professor of Poetry at Manchester Metropolitan University.
Paul Farley is the author of four collections of poetry and has won the Forward Prize for Best First Collection, the Whitbread Poetry Award and the E. M. Forster Award.
Edgelands, co-written with Michael Symmons Roberts, received the Royal Society of Literature’s Jerwood Award and the 2011 Foyles Best Book of Ideas Award and was serialised as Radio 4 Book of the Week.

The Deaths of the Poets
Michael Symmons Roberts & Paul Farley
ISBN : 9780224097543
Hardback, 400 pages
February 2017
Publisher: Random House Children’s Publishers UK

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Sibylla SCHWARZ: Ohne die Liebste ist keine Freude

Sibylla Schwarz
Ohne die Liebste ist keine Freude

Kan die Welt auch wohl bestehen
ohn der Sonnen klahres Liecht?
kan man in der Nacht auch sehen,
wenn da Stern und Mond gebricht?
kan ein Schiffman auch wohl lachen
wenn sein Schiff begündt zu krachen?

Eben wenig kan ich leben,
wenn mir meine Dorile,
nicht ihr klares Liecht wil geben;
Eben wenig ich besteh,
wenn sie nicht mein Schiff regieret,
und durch ihre Freundschafft führet.

Springt ein Rehbock bey der Mutter,
mehr nicht, als er sonsten tuht?
hat ein Pferd bey vollem Futter,
auch nicht einen frischen Muht?
Also kan ich besser leben,
wenn ihr Liecht mir wird gegeben.

Zweyen Herzen, die sich lieben,
ist die allerhöchste Pein,
und das grösseste Betrüben,
wenn sie nicht zusammen sein,
weil sie sonsten nichts gedencken,
alß nur Arm in Arm zu schrenken.

Wie die Ulmen üm den Reben
gleichsam als verliebt sich drehn:
Also wündsch ich auch, mein Leben,
bey dir umgefast zu stehn,
und dir etwas vor zusagen
von den süssen Liebes=Plagen.

Darüm wil ich mich bemühen
auff mein Fretow hinzuziehn,
und mein Leben selbst nicht fliehen,
weil ich sonst erstorben bin,
alß denn wird sie mich erfreuen,
und mir meinen Geist verneuen.

Darüm wil ich gerne lassen
der Tollense Liebligkeit,
wil mein Leben selbst nicht hassen,
weil es nuhr erlaubt die Zeit;
weg mit disen schlechten Auen,
ich wil bald mein Fretow schauen.

Sibylla Schwarz (1621 – 1638)
Gedicht: Ohne die Liebste ist keine Freude
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NOVALIS: Armenmitleid

Novalis
Armenmitleid

Sag an, mein Mund, warum gab dir zum Sange
Gott Dichtergeist und süßen Wohlklang zu,
Ja wahrlich auch, daß du im hohen Drange
Den Reichen riefst aus träger, stumpfer Ruh.

Denn kann nicht Sang vom Herzen himmlisch rühren,
Hat er nicht oft vom Lasterschlaf erweckt;
Kann er die Herzen nicht am Leitband führen,
Wenn er sie aus der Dumpfheit aufgeschreckt.

Wohlauf; hört mich ihr schwelgerischen Reichen,
Hört mich doch mehr noch euren innren Ruf,
Schaut um euch her, seht Arme hülflos schleichen,
Und fühlt, daß euch ein Vater nur erschuf.

Novalis (1772 – 1801)
Gedicht: Armenmitleid
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