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Stoecklin, Francisca

· FRANCISCA STOECKLIN: AN DEN UNSTERBLICH GELIEBTEN · FRANCISCA STOECKLIN: SEELE DER LIEBENDEN · FRANCISCA STOECKLIN: AN EIN MÄDCHEN · FRANCISCA STOECKLIN: AN DIE LIEBE

FRANCISCA STOECKLIN: AN DEN UNSTERBLICH GELIEBTEN

stoecklinfrancisca

Francisca Stoecklin
(1894-1931)

An den unsterblich Geliebten

Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.
Aber ich weiß,
Du wartest auf mich
Jetzt und immer.
Wissend und gut.
Meere sind zwischen uns und Länder und Tage.

Ich sehne mich nach dir,
Nach deinen sanften Händen,
Nach deiner frommen Schönheit,
Nach deiner klugen Güte.
O ich sehne mich nach dir.

Alles, was ich habe, will ich dir schenken,
Alles was ich denke, will ich dir denken,
Ich will dich lieben in allen Dingen,
Meine schönsten Worte will ich dir singen,
All meine Schmerzen und Sünden will ich dir weinen.
Meiner Seligkeit Sonnen werden dir scheinen.
Was ich bin, will ich dir sein.

Meine Träume sind voll deiner Zärtlichkeit.
Mein Blut singt süß deine Unendlichkeit.
Weiße Seele
Unsterblich Geliebter.

Du blühst sehr wunderbar
Im Gestirn meiner Liebe,
Im Schauer meiner Ängste,
Im Lachen meines Glücks.

Du blühst sehr wunderbar
Im Gestirn meiner Liebe.

Francisca Stoecklin Lyrik
fleursdumal.nl magazine

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FRANCISCA STOECKLIN: SEELE DER LIEBENDEN

stoecklinfrancisca

Francisca Stoecklin
(1894-1931)

Seele der Liebenden

Einmal schon liebte ich dich
Und das Meer, das Meer.
Doch lichter waren damals
Die Seelen, ungetrübt
Von dunklen Taten.
Es sangen unsere Liebe
Strahlend die Sterne,
Und das Meer, das Meer.
Wieviel hundert Jahre
Sind seitdem vergangen,
Wieviel Leiden und Tode
Und Sterne. Wo blieben
Die Seelen so lange?
Wir halten uns schweigend
Die schauernden Hände.
Wir blicken uns tief
In die fragenden Augen.
Noch singen die Sterne
Und das Meer, das Meer.
Aber unfaßbar ewig
Ist die Vergangenheit
Der menschlichen Seele.

Francisca Stoecklin Lyrik
fleursdumal.nl magazine

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FRANCISCA STOECKLIN: AN EIN MÄDCHEN

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Francisca Stoecklin
(1894-1931)

An ein Mädchen

Bist du Leda,
und wartest noch immer
auf die Rückkehr
des schimmernden Schwanes,
der allein dem Schmiegen
deiner fließenden Glieder genügt?
O, wie lange ist alles
Beglückende vergangen!
Nur wenn du tanzest,
wenn deine Blässe
vom Strahl der Mitternachtssonne
erleuchtet,
durchpulsen Jahrtausende
deine Seele, deinen Leib.
In deinem Lachen birgt sich
der Schrei der Mänade.
In dem sich wild lösenden Goldhaar
schwebt ein Schimmer
von Blut.
Dann liebst du das Feuer,
die Erde, den Wind –
und alle die um dich sind
werden empor gehoben
in ein Reich von Rausch und Traum,
– und du weißt nicht,
hält dich das Leben
oder der Tod.

Francisca Stoecklin Lyrik
fleursdumal.nl magazine

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FRANCISCA STOECKLIN: AN DIE LIEBE

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Francisca Stoecklin
(1894-1931)

An die Liebe

Alle suchen sie dich
und überall lockst du.
Aus tausend Verhüllungen schimmert
dein unenträtselt Gesicht.
Aber wenigen nur
gewährst du Erfüllung,
selige Tage, reines Glück.
Zärtlich wehn dich die Blumen,
die scheuen Gräser,
der Schmetterlinge heiterer Flug;
wilder der Wind
und das ewig sich wandelnde Meer.
Wunderbar strahlst du
aus den Augen des Menschen,
der ein Geliebtes
in seinen Armen hält,
vom tönenden Sternenhimmel überwölbt.
In die zitternde Seele
schweben Schauer
von Leben und Tod.

Francisca Stoecklin Lyrik
fleursdumal.nl magazine

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