In this category:

Or see the index

All categories

  1. AUDIO, CINEMA, RADIO & TV
  2. DANCE
  3. DICTIONARY OF IDEAS
  4. EXHIBITION – art, art history, photos, paintings, drawings, sculpture, ready-mades, video, performing arts, collages, gallery, etc.
  5. FICTION & NON-FICTION – books, booklovers, lit. history, biography, essays, translations, short stories, columns, literature: celtic, beat, travesty, war, dada & de stijl, drugs, dead poets
  6. FLEURSDUMAL POETRY LIBRARY – classic, modern, experimental & visual & sound poetry, poetry in translation, city poets, poetry archive, pre-raphaelites, editor's choice, etc.
  7. LITERARY NEWS & EVENTS – art & literature news, in memoriam, festivals, city-poets, writers in Residence
  8. MONTAIGNE
  9. MUSEUM OF LOST CONCEPTS – invisible poetry, conceptual writing, spurensicherung
  10. MUSEUM OF NATURAL HISTORY – department of ravens & crows, birds of prey, riding a zebra
  11. MUSEUM OF PUBLIC PROTEST- photos, texts, videos, street poetry, 1968
  12. MUSIC
  13. PRESS & PUBLISHING
  14. REPRESSION OF WRITERS, JOURNALISTS & ARTISTS
  15. STORY ARCHIVE – olv van de veestraat, reading room, tales for fellow citizens
  16. STREET POETRY
  17. THEATRE
  18. TOMBEAU DE LA JEUNESSE – early death: writers, poets & artists who died young
  19. ULTIMATE LIBRARY – danse macabre, ex libris, grimm & co, fairy tales, art of reading, tales of mystery & imagination, sherlock holmes theatre, erotic poetry, ideal women
  20. WAR & PEACE
  21. ·




  1. Subscribe to new material:
    RSS     ATOM

Hermann Hesse

· Ausstellung des Literaturhauses Berlin: Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse

Ausstellung des Literaturhauses Berlin: Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse

Als erfolgreicher Autor des berühmten S. Fischer Verlags, dem er seit 1904 angehörte, war Hermann Hesse (1877-1962) in besonderer Weise mit Berlin verbunden, wenngleich er selbst nur ganz selten hier war.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten hatte auch für Hesse, der seit 1924 wieder Schweizer Staatsbürger war und im Tessin lebte, weitreichende Konsequenzen, da ihn die Bindung an seinen Berliner Verlag in Abhängigkeit vom nationalsozialistischen Regime brachte, dessen Propagandisten ihn anfangs diffamierten und später ausmanövrierten.

Einflussreiche emigrierte Publizisten indessen verurteilten aufs schärfste, dass Hesse nicht gegen die Veröffentlichung seiner Bücher und Texte in Deutschland vorging und sich nicht ausschließlich zur deutschen Exilliteratur bekannte.

Redakteure Schweizer Zeitungen wiederum warfen Hesse mangelndes Verständnis des Schweizer Antisemitismus vor, der Anfang 1936 eine Niederlassung in Zürich des ins Exil getriebenen Teils des S. Fischer Verlags unausgesprochen mit verhindert hatte.

Fokussiert auf die Jahre von 1933 bis 1947, thematisiert die Ausstellung anhand vieler bislang unbekannter Materialien die vielschichtigen Verflechtungen, die Hesse zwischen der Schweiz, der deutschen Emigration und der Diktatur in Deutschland buchstäblich „zwischen die Fronten“ geraten ließ.

Anlass für die Ausstellung ist die Möglichkeit, aus dem umfangreichen, bislang unveröffentlichten Briefwechsel Hesses mit seinem jüngsten Sohn Martin (1911-1968) einige ausgewählte Briefe präsentieren und dem Zeitgeschehen zuordnen zu können. Im Frühjahr 1932 hatte Martin Hesse noch einen Vorkurs am Bauhaus in Dessau belegen können und erlebte dort die politische Radikalisierung Deutschlands.

In die Schweiz zurückgekehrt, entwickelte Martin Hesse aus der am Bauhaus angeregten Beschäftigung mit der Fotografie eine professionelle Passion: Von ihm stammen die beeindruckenden Aufnahmen der Kunstdenkmäler des Kantons Bern und unzählige Fotos seines berühmten Vaters.

Die Ausstellung setzt mit einem Rückblick auf Hesses erste Frau Maria (Mia), geb. Bernoulli (1868-1963), ein, mit der er bis 1912 in Gaienhofen am Bodensee gelebt hatte. Maria Bernoulli gilt als die erste Schweizer Berufsfotografin, zusammen mit ihrer Schwester unterhielt sie von 1902 bis 1907 ein Fotoatelier in Basel.

Eine Ausstellung des Literaturhauses Berlin
Konzipiert von Lutz Dittrich mit Unterstützung durch Gunnar Decker und Volker Michels
Mitarbeit: Sebastian Januszewski
Ausstellungsgestaltung: unodue { (Costanza Puglisi und Florian Wenz)

Einen Folder mit umfangreichen Informationen über die Ausstellung finden Sie auch hier.

Die zur Ausstellung erscheinende Begleitpublikation
Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse enthält einige ausgewählte Abdrucke aus dem Briefwechsel Hermann Hesses mit seinem Sohn Martin sowie Originalbeiträge von Jan-Pieter Barbian (Publizist), Gunnar Decker (Hesse-Biograph), Michael Kleeberg (Schriftsteller und Übersetzer) und Volker Michels (Hesse-Herausgeber).
In der Ausstellung erhältlich.
Hg. von Lutz Dittrich.
12.- Euro.
ISBN 978-3-926433-57-2

14 Dez – 11 Mär 2017
Grosser und Kleiner Saal
Ausstellung im Literaturhaus
Zwischen den Fronten.
Der Glasperlenspieler Hermann Hesse
LiteraturHausBerlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin

#  website  LiteraturHausBerlin

fleursdumal.nl magazine

More in: - Book News, - Book Stories, Archive G-H, Archive G-H, Art & Literature News, Hermann Hesse, Hesse, Hermann


Thank you for reading FLEURSDUMAL.NL - magazine for art & literature